„Celler Scene“

Wissen, was los ist ...

CELLER ALLERLEI
Infos im Mai 2020


Donnerstag, 28. Mai 2020

Lachendorf:
Anonymer Spender wirft 15.000 Euro in Briefkasten

CELLE / LANDKREIS CELLE (ofc).  Als Familie Molsen aus Lachendorf kürzlich ihren Briefkasten leerte, fanden sich darin zwei Umschläge ohne Absender und ohne Briefmarke. Beide enthielten statt eines Briefes 500 Euro-Scheine, der eine zehn, der andere zwanzig. „Ein Umschlag war adressiert an die ‚Kindernothilfe‘, deren Lachendorfer Arbeitskreis von meiner Frau geleitet wird, der andere, etwas dickere, an das ‚Onkologische Forum‘“, berichtet Dr. Gerd Molsen.

Dr. Gabriele Molsen engagiert sich seit 46 Jahren für die „Kindernothilfe“, einem christlichen Kinderhilfswerk, das auf der Grundlage der Kinderrechtskonvention der „Vereinten Nationen“ in seinen Projekten weltweit rund 1,2 Millionen Kinder fördert. „Dank dieser großzügigen Spende kann mehr Menschen über den Katastrophen-Soforthilfe-Fond geholfen werden – aktuell nach dem Zyklon Amphan in Indien und Jugendlichen in Ostafrika und Südamerika“, so Frau Dr. Molsen.

Dr. Gerd Molsen ist Vorsitzender des „Onkologischen Forums“, das in Celle und dem Landkreis schwer kranken Menschen mit ambulanter Krebsberatung und einem ambulanten Palliativdienst zur Seite steht. „Beide Angebote halten wir auch in Corona-Zeiten aufrecht. Sie sind für Betroffene selbstverständlich kostenlos. Unsere Fachkräfte, die Krisen bewältigen helfen und auch Sterbebegleitung leisten, müssen wir natürlich bezahlen“, erklärt Dr. Molsen. Dabei sei man zu mehr als 80 Prozent auf Spenden angewiesen.

„Anonyme Spenden erhalten wir schon manchmal, aber in dieser Größenordnung ist es doch außergewöhnlich. Da bleibt uns nur der Dank über die Medien“, freut sich auch Liane von Hoff, die das „Onkologische Forum“ mit seinen derzeit 17 Angestellten als Geschäftsführerin leitet.


Mittwoch, 20. Mai 2020

Quartier Bullenberg –
Julius-von-der-Wall-Straße ist neuer verkehrsberuhigter Bereich

CELLE (jr).  Im Quartier Bullenberg und Julius-van-der-Wall-Straße befinden sich viele Kindergärten und Schulen sowie kinderärztliche Praxen. Zusätzlich wird die Gegend stark von Radfahrern und Fußgängern frequentiert. In kurzer Folge wechselten sich drei unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen ab. Anlieger äußerten zunehmend Kritik an der Verkehrssituation.

Auf Grund eines Antrags der „CDU“ im Ortsrat Neuenhäusen, der vom gesamten Ortsrat einstimmig befürwortet wurde, wurde jetzt ein verkehrsberuhigter Bereich eingerichtet. Vorausgegangen waren mehrere Ortstermine mit der Verwaltung und der Polizei.

„Mit dieser Maßnahme soll die unübersichtliche Verkehrssituation, die immer wieder zur Verunsicherung der Verkehrsteilnehmer geführt hat, behoben werden“, begründet Joachim Ehlers („CDU“) die Initiative der „CDU“-Fraktion. Ein hoher Anteil der Fußgänger seien Schulkinder und Eltern mit Kleinkindern, sodass dringender Handlungsbedarf bestanden habe, so Ehlers.

„Ein starkes Gefährdungspotential ist besonders vor dem Kindergarten durch haltende und parkende Fahrzeuge vorhanden“, ergänzt Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt. „Dort werden Poller angebracht, damit die Kinder sicher hinein- und hinausgehen können.“ Diese fußgänger- und radfahrerfreundliche Maßnahme in Neuenhäusen ist ein weiteres positives Beispiel, wie Bürger, Ortsrat und Verwaltung zusammen Ideen geben, aufnehmen und realisieren können.


Freitag, 15. Mai 2020

Hoffnung für die Nordwall-Halle –
Rat der Stadt Celle kann den Abriss noch stoppen

CELLE (jr).  Mit zwei weiteren Anträgen an den Rat zum Erhalt der Nordwall-Halle möchte die Gruppe Ute Rodenwaldt-Blank / Dr. Jörg Rodenwaldt der Halle neues Leben geben. Sie unterstützt mit einem reichhaltigen Pool von Ideen aus der Bevölkerung und von Fachleuten den bereits in der Ratssitzung am 27. Februar 2020 gestellten Dringlichkeits-Antrag von Ratsherr Oliver Müller.

Der Rat der Stadt Celle sollte den Beschluss über einen zeitnahen oder gegebenenfalls späteren Abriss der Nordwall-Halle an sich ziehen und in eine Ratssitzung direkt verweisen sowie dort beschließen, dass die Halle nicht abgerissen und einer Nachnutzung zugeführt wird. Ein Nachnutzungskonzept sollte gemäß des Ratsbeschlusses „Klima in Not“ vom 28. November 2019 erstellt und umgesetzt werden.

Die Stadtverwaltung erklärte laut Rats-Protokoll, dass ein Heranziehungsbeschluss des Rates nicht mehr möglich sei. Diese Aussage der Stadtverwaltung ist nach Rechtsauffassung der Gruppe rechtlich unzutreffend. Nach § 58 Abs. 3 Satz 1 „NKomVG (Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz)“ ist ein Heranziehungsbeschluss auch jetzt noch möglich. Hinsichtlich des Beschlusses u¨ber den Abriss der Nordwall-Halle ist, weil er bislang nicht ausgefu¨hrt wurde, nach der Natur der Sache ein abändernder Beschluss noch möglich.
Der Rat kann sich daher vorbehalten, auch ohne Vorbereitung durch den Verwaltungsausschuss, den Beschluss über eine zeitnahe oder gegebenenfalls spätere Nachnutzung der Nordwall-Halle an sich zu ziehen.

„Ein städteplanerisches Konzept mit einer holistischen und nachhaltigen Betrachtung ist mit einer alleinigen ökonomischen Analyse der alten Bausubstanz nicht zu rechtfertigen. Es sollte versucht werden, ein spannungsvolles Verhältnis zwischen Bestand und Neuplanung sowie Denkmalwürdigkeit und Stadtentwicklung in unserer Stadt herzustellen, das die Vielseitigkeit unserer historischen Bausubstanz unterstreicht“, erläutert Ute Rodenwaldt-Blank. „Eine enge Verknüpfung eines gesamtstädtischen Energie-Konzeptes mit einem Stadtentwicklungs-Konzept würde weitere Optionen zum Erhalt von Fördergeldern kreieren“, ergänzt Jörg Rodenwaldt.

Ideen für ein Nachnutzungskonzept mit Förderpotenzial sind u. a. ein bauhistorisches Museum, ein Zentrum für Start-up-Unternehmen (Innovationszentrum), ein Bürgerhaus mit Veranstaltungs- und Seminarräumen oder ein Sport- und Bildungszentrum. Die „Volkshochschule“ oder „Kunst & Bühne“ wären u. a. mögliche Kooperations-Partner. Auch für die Geschäftsstelle des Kreissportbundes würde sich die innerstädtische Lage anbieten.

Die Gruppe fordert Besonnenheit in der Umsetzung einer ganzheitlichen Stadtentwicklung und unterstützt dabei städtebauliche Leitgedanken der Stadt Celle: „Zukunft und Historie – Familie – Grün und Kultur – Wirtschaft und Arbeit – Freizeit und Sport“.


Montag, 11. Mai 2020

Mit Vorsicht und Abstand – es geht wieder los!
Offene Sprechstunden und „Bunter Mittwoch“ auf dem Heeseplatz

CELLE.  Nach dem „Klön-Kasten“ am „Garten der Begegnung“ in der Hattendorffstraße und dem Start der Steinschlange gegen Corona auf dem Heeseplatz haben sich die beiden Stadtteil-Managerinnen in Neustadt-Heese weitere kreative Umsetzungen des bisherigen Angebots einfallen lassen.

Frei nach dem Motto „Irgendwas geht immer“ wird die offene Sprechstunde des MITTENDRIN jetzt vor dem Gebäude auf dem Heeseplatz angeboten. Und zwar wie bisher montags von 14 bis 16 Uhr und mittwochs von 11 bis 13 Uhr. Einmal winken – und eine der beiden Stadtteil-Managerinnen kommt heraus auf den Platz. Sollte es sich um vertrauliche und dringend notwendige Gespräche handeln, so können Beratungen nach Terminabsprache im „Mittendrin“ durchgeführt werden. Mit Mindestabstand und Mund-Nasen-Maske ist dies für eine einzelne Person möglich.

„Kunst im Quartier“ ist ein Projekt, das die beiden Stadtteil-Managerinnen schon seit Jahren immer wieder aufgreifen. Um die vor kurzem gestartete Steinschlange – das „Heeselinchen“ – zu erweitern, gibt es an drei aufeinanderfolgenden Nachmittagen – jeweils mittwochs von 14:00 bis 16:00 Uhr, Start ist der 13. Mai 2020 – die Chance, Steine zu bemalen. Martin Seifried, ehrenamtlicher Mitinitiator rät: „Am besten gleich in alten Klamotten kommen!“ Um die Aktion entsprechend der Auflagen zum Schutz vor dem Corona-Virus zu gestalten, werden auf dem Platz ein Sammelpunkt für das Material und drumherum – mit mehr als ausreichend Abstand – fünf Stationen für jeweils ein Kind eingerichtet.

„Uns ist es wichtig, dass die Kinder wissen, wir sind wieder für sie da ...“ sagt Stadtteil-Managerin Izabela Marcinkowska und ihre Kollegin Monika Rietze ergänzt „... und sie können in den nächsten Wochen beim „Bunten Mittwoch“ aktiv dabei sein und ihre Kreativität ausleben“. Es heißt also, auf alle Fälle die Aushänge am Stadtteilbüro „Mittendrin“ zu verfolgen, was als Nächstes geboten wird.

Geändert:  05 / 2020