„Celler Scene“

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GESUNDHEIT
Nichtrauchen


Übersicht

  • Die Vorteile des Nichtrauchens
  • Suchtpotenzial – Gedanken eines Ex-Rauchers


Die Vorteile des Nichtrauchens

Schon kurz nach der letzten Zigarette
fängt der Körper an, sich zu erholen ...

Nach 20 Minuen:
Der Blutdruck sinkt fast auf Normalwert. Hände und Füße werden besser durchblutet.

Nach 8 Stunden:
Das giftige Kohlenmonoxid ist aus dem Blut verschwunden.

Nach 24 Stunden:
Das Risiko eines Herzinfarkts verringert sich.

Nach 2 Tagen:
Geruchs- und Geschmackssinn verfeinern sich.

Nach 3 Monaten:
Die Lungenkapazität hat um bis zu 30 Prozent zugenommen; der Kreislauf erholt sich.

Nach 1 bis 3 Monaten:
Hustenanfälle und Müdigkeit lassen nach, die Kurzatmigkeit bessert sich; auch die Infektionsanfälligkeit lässt nach.

Nach 1 Jahr:
Das Risiko einer koronaren Herzerkrankung ist nur noch halb so groß wie das eines Rauchers.

Nach 5 Jahren:
Das Schlaganfallrisiko ist nur noch halb so groß wie das eines Rauchers.

Nach 10 Jahren:
Das Lungenkrebsrisiko halbiert sich; das Krebsrisiko für Mundhöhle, Luftröhre, Speiseröhre, Harnblase, für Nieren und Bauchspeicheldrüse sinkt deutlich.

Nach 15 Jahren:
Das Herzinfarktrisiko ist wieder so niedrig wie bei einem Menschen, der nie geraucht hat.


VON FRANK R. BULLA

Suchtpotenzial

Gedanken eines Ex-Rauchers

Rund 30 Jahre lang selbst Marionette der Nikotinsucht gewesen (in der Endphase waren's in den allerstressigsten Zeiten mal locker gut drei Schachteln „Camel ohne“ oder Selbstgedrehte pro Tag), vermag ich die Aufgebrachtheit der süchtigen Bevölkerung angesichts von Nichtrauchergesetzen und adäquaten gesellschaftlichen Entwicklungen nur zu gut nachzuvollziehen ...

Der volkswirtschaftliche Schaden der Qualmerei indes ist beträchtlich. Im Gegensatz zu potenziellen Gefahren, die unserer Gesundheit auflauern können, wie beispielsweise ein massiver Störfall in einem Kernkraftwerk, ist die Gefahr des Rauchens – auch des Passivrauchens – sehr konkret. Gegen den Supergau im AKW können uns Betreiber durch Sicherheitsmaßnahmen schützen; gegen das Rauchen helfen nur Verbote – denn Einsicht kann man von süchtigen Menschen wohl kaum erwarten. Und da hilft auch wenig die Gewissheit, dass man hartnäckige Raucher auf der Welt bei weitem nicht so lange ertragen muss wie Nichtraucher, weil die Nikotinsüchtigen aufgrund von Herzinfarkten, Schlaganfällen u. dgl. schon erheblich früher das Zeitliche segnet – bis es so weit ist, müsste man die Raucher dennoch ertragen. Insofern wäre ein Gesetz sehr zu begrüßen, das – erheblich straighter als die derzeitige Fassung – das Rauchen in der gesamten Öffentlichkeit verbieten würde; denn wir sollten dabei auch nicht die Vorbildwirkung auf Minderjährige (also die potenzielle nächste Generation der Raucher) außer Acht lassen.

Es kann jedenfalls nicht sein, dass die Lebensqualität anderer Menschen darunter leidet, bloß weil Raucher ihre Sucht nicht in den Griff bekommen und in selbstherrlicher Weise die Luft verpesten. Manche miefen (Zitat aus Timo Vernes' Werk „Er ist wieder da“) wie „billiger Schinken“ – wenn man Glück hat! Die Zeiten haben sich eben geändert – das müssen auch die Raucher begreifen!

Zum Glück bin ich seit rund 20 Jahren clean und weiß die Vorteile des Nichtrauchens so sehr zu schätzen, dass ich das Rauchen gewiss nie wieder anfangen werde! Und ich trauere den einigen zehntausend D-Mark nach, die ich seinerzeit buchstäblich in die Luft geblasen habe ...

Geändert:  05 / 2020