„Celler Scene“

Wissen, was los ist ...

BUCHBESPRECHUNGEN
im Jahr 2017



(Abb: N. N.)


 Rezensionen von Martin Banger 


„Dem Kroisleitner sein Vater“
von Martin Schuldt

Auf einem Berg nahe dem kleinen österreichischen Dorf St. Margarethen wird der alte Kroisleitner tot aufgefunden. Er war zwar schon 104, aber das spielt keine Rolle, denn er war fit wie kaum einer. Ob es an der guten Luft oder am regelmäßigen Genuss des Marillenschnapses lag, darüber ist man geteilter Meinung; wahrscheinlich hat beides zur Rüstigkeit des Alten beigetragen. Es kann sich also nur um einen Mord handeln – die aufgeschürften Knie und die eigenartig blaugefärte Zunge des Toten bestätigen dies doch nur. Und dann lag die Leiche ausgerechnet an dem Platz, der von den Einheimischen ‚Toter Mann‘ genannt wird – um Zufall kann es sich da ja wohl nicht handeln. Kaum kommt die Kriminalpolizei aus der Bezirkshauptstadt angereist, gerät auch schon ein dringend Tatverdächtiger in das Zentrum der Ermittlungen. Ein Fremder, der vorgibt, als Wanderer unterwegs zu sein, macht sich verdächtig, vor allem weil er behauptet, sich verlaufen zu haben und seine Ausrüstung kaum zum Wandern geeignet ist. Tatsächlich handelt es sich um Polizeiobermeister Frassek aus Berlin, der sich in den Bergen von seinem letzten Fall erholen wollte. Auf der Flucht vor seiner nörgelnden Ehefrau und der pubertierenden Tochter hatte er sich in der Steiermark verirrt. Frassek beginnt, selbst Ermittlungen anzustellen uns gerät in ein Gewirr aus Lügen, Gerüchten und Intrigen. Einige Spuren scheinen auf Ereignisse hinzuweisen, die im Zweiten Weltkrieg in St. Margarethen stattgefunden haben. Liegt hier der Schlüssel für Kroisleitner's allzufrühes Ableben?

Martin Schuldt: Dem Kroisleitner sein Vater.
Ullstein, Hardcover, 336 Seiten, 18,00 €.


„Demon – Sumpf der Toten“
von Douglas Preston und Lincoln Child

Seinen neuesten Fall hätte Spezial-Agent Aloysius Pendergast beinahe abgelehnt, schließlich geht es um einen gewöhnlichen Einbruchdiebstahl, doch die Aussicht auf eine Flasche eines seltenen Weins stimmt ihn um. Aufzuklären gilt der Verbleib einer ganzen Sammlung wertvoller Weine. Die ist einem älteren Künstler, der in einem abgelegenen Ort an der Küste Neuenglands lebt, aus dem Keller gestohlen worden. Eine einzige Kiste eines sehr seltenen Weins ließen die Diebe unerklärlicherweise zurück. Pendergast beschließt, sich die Sache zusammen mit Constance Greene einmal anzusehen. Kaum haben die beiden den Keller betreten, keimt auch schon der Verdacht bei ihnen auf, es könne sich bei dem Weindiebstahl um ein Ablenkungsmanöver handeln. Pendergast ignoriert die leeren Weinregale – was ihn vielmehr interessiert ist eine Stelle in der Wand, die frisch zugemauert zu sein scheint. Hinter der Wand kommen Ketten zum Vorschein, ein menschlicher Fingerknochen liegt auf dem Boden. Haben die Einbrecher den Weindiebstahl vorgetäuscht, um das Skelett eines ehemals lebendig Eingemauerten verschwinden zu lassen? Pendergast und Green ahnen, dass die Geschichte des Ortes eine Rolle in dem Fall spielen dürfte. Ende des 17. Jahrhunderts kam es zu den berüchtigten Hexenprozessen von Salem. Die Legende besagt, dass einige der Hexen in die unzugängliche Gegend am Meer flohen und dort weiterhin ihre schwarze Magie praktizierten. Als eine Leiche nahe des kleinen Ortes aufgefunden wird, stößt man auf Hinweise, die im Zusammenhang mit der alten Hexenkolonie stehen könnten. Nach einigen Wirren gelingt es dem Team, den Tätern auf die Spur zu kommen, doch dann wird es erst richtig mysteriös, und selbst auf die Stammleser der Thriller-Reihe wartet eine Überraschung,

Douglas Preston / Lincoln Child: Demon  – Sumpf der Toten.
Knaur, Hardcover, 416 Seiten, 19,99 €.


„Der Galgenvogel“
von Antonia Hodgson

Nach „Das Teufelsloch“ ist dies der zweite Roman um den im 18. Jahrhundert in London lebenden Tom Hawkings, der seinen Unterhalt davon bestreitet, Schundromane zu übersetzen und sich selbst als Gentleman ausgibt. Kaum aus dem berüchtigten Marshalsea Schuldgefängnis entlassen, ist Hawkins schon wieder auf der Suche nach einem neuem Abenteuer und findet es in Form eines vielversprechenden Angebots des Unterweltkönigs James Fleet. Für einen scheinbar einfachen Botendienst will Fleet gut bezahlen, doch die Dinge entwickeln sich sehr viel dramatischer als erwartet. Tom soll eine ihm unbekannte Dame in einem Park kontaktieren, nur als er am vereinbarten Treffpunkt erscheint, wird gerade ein Überfall auf die Betreffende vorbereitet. Dank seines beherzten Einsatzes kann Tom diesen vereiteln, doch kaum zu Hause angekommen, wartet weiterer Ärger auf ihn. Ein Nachbar, Mr. Burden, wurde brutal ermordet aufgefunden. Da Mr. Burden und Tom verfeindet waren und letzterer durch die Ereignisse im Park eine Reihe von Verletzungen davongetragen hat, steht nun der erste Mordverdächtige fest. Während Tom alles daran setzt, seine Unschuld zu beweisen, stellt sich heraus, dass die Dame, die er im Park beschützt hat, die Geliebte des Königs ist. Und damit erweitert sich der Kreis derer, die ihn gern am Galgen sehen möchten. Selbst ein versprochener Straferlass von Queen Caroline, die Toms Schweigen in der Angelegenheit erbittet, scheint wenig wert zu sein. Noch in den letzten Stunden vor seiner Hinrichtung überlegt der Verurteilte fieberhaft, wer die für ihn missliche Situation eingefädelt haben könnte.

Antonia Hodgson: Der Galgenvogel.
Knaur, 464 Seiten, 19,99 €.


„Der Kreis der Rabenvögel“
von Kate Mosse

Der neue Roman der britischen Erfolgsautorin Kate Mosse spielt im Jahre 1912 in einem kleinen Ort in Sussex. Dort lebt die junge Connie Gifford zusammen mit ihrem Vater, einem Tierpräperator. Die beiden können mehr schlecht als recht von den knappen Einkünften des Vaters leben. An ihre ersten zwölf Lebensjahre kann Connie sich nicht erinnern. Damals wurde sie Opfer eines Unfalls, die genauen Geschehnisse allerdings kennt sie nicht, da ihr Vater nicht bereit ist, über die Ereignisse und die Zeit davor zu reden. Auch an ihre Mutter hat Connie keine Erinnerungen. Hin und wieder erleidet sie Anfälle, in denen Bilder aus der Vergangenheit bruchstückartig auftauchen. Während der vergrämte Vater mehr und mehr dem Alkohol zuneigt, erlernt Connie das Präparieren von Vögeln. Als eines Tages eine Frauenleiche in den Sümpfen in der Nähe ihres Hauses auftaucht, löst dies immer mehr Erinnerungen in Connie aus. Plötzlich verschwindet ihr Vater und Connie erkennt, dass die Ereignisse der Vergangenheit noch lange nicht abgeschlossen sind. Sie fühlt sich beobachtet und fürchtet um das Leben ihres Vaters. Ein schreckliches Geheimnis warttet darauf, aufgedeckt zu werden. Die Story bietet eine ungewöhnliche Mischung aus drückend düsterer Atmosphäre und einer Spannung, die sich bis zum Schluss steigert.

Kate Mosse: Der Kreis der Rabenvögel.
Knaur, Hardcover, 400 Seiten, 19,99 €.


 „Die Geheimnisse des Wassers“
von Bernd Kröplin und Regine C. Henschel

Neueste erstaunliche Ergebnisse aus der Wasserforschung

Prof. Dr. Bernd Kröplin war Leiter am „Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen“ an der Universität Stuttgart. Seit über 15 Jahren erforschen er und seine Mitarbeiter die Informations-Übertragung im Wasser. Zusammen mit der Literaturwissenschaftlerin und Redakteurin Regine C. Henschel stellt er in seinem neuen Buch eine Reihe aktueller Forschungs-Ergebnisse vor. Henschel und sein Team sind überzeugt davon, dass Wasser eine Art Gedächtnis besitzt; es scheint in der Lage zu sein, auf äußere Einflüsse zu reagieren, Informationen zu speichern und sogar weiterzugeben. Damit hat Wasser sehr viel weitreichendere Eigenschaften als bisher bekannt war. Mit seiner Annahme steht das Team keineswegs allein da: Auch andere Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass Wasser Informationen speichert, unter ihnen der Zellforscher Bruce Lipton oder der Entdecker des HI-Virus Luc Montagnier. Kröplins Ansatz besteht darin, getrocknete Wasser- oder Blutstropfen die zuvor definierten Umweltbedingungen ausgesetzt waren unter dem Dunkelfeldmikroskop zu untersucht. Die Ergebisse, die hier anhand dutzender beeindruckender Aufnahmen vorgestellt werden, können nur als erstaunlich bezeichnet werden. So reagieren Blutstropfen verschiedener Personen ähnlich unter dem Einfluss verschiedener Musikstile. Auch die Wirkung von Röntgen- und Mobilfunkstrahlen wurde untersucht, selbst der Kontakt zu Pflanzen und einzelnen Substanzen scheint immer wieder typische Muster in den getrocknete Tropfen hervorzurufen. Ein faszinierendes Thema, verständlich aufbereitet ...

Bernd Kröplin / Regine C. Henschel: Die Geheimnisse des Wassers.
AT, 100 Seiten, 24,95 €.


„Im dunklen, dunklen Wald“
von Ruth Ware

Die 26-jährige Nora erwacht schwerverletzt im Krankenhaus. Zunächst kann sie sich an kaum etwas erinnern, doch nach und nach gelingt es ihr, die vergangenen Tage zu rekonstruieren. Sie war für das zurückliegende Wochenende zu einer Party eingeladen gewesen – ihre ehemals beste Freundin Clare wollte ihren Junggesellinnen-Abschied feiern, in einem abgelegenen Haus, tief in den Wäldern Nordenglands. Nora, die als Schriftstellerin ein zurückgezogenes Leben in einer kleinen Wohnung führt, hatte zunächst nicht vorgehabt, die Einladung anzunehmen. Immerhin hatte sie Clare seit zehn Jahren nicht gesehen, vor allem aber gab es damals einen gewissen Vorfall, den Nora nie ganz verwunden hat. Doch da auch Nina, die ebenfalls zur Mädchen-Clique gehört hatte, eingeladen ist, lässt sich Nora überreden, mitzukommen. Was sich zunächst nach einem aufregenden Party-Wochenende in idyllischer Umgebung anhört, entpuppt sich schnell als ziemlich verkrampftes Zusammentreffen ehemaliger Freundinnen, die schon lange nichts mehr miteinander zu tun haben. Nach einigen bizarren Party-Spielen läuft das Treffen aus dem Ruder. Allmählich begreift Nora, dass etwas Grauenvolles passiert sein muss. Und dann erinnert sie sich daran, dass es einen Mord gegeben hat, was möglicherweise auch erklärt, warum ihr Krankenzimmer von der Polizei bewacht wird ...

Ruth Ware: Im dunklen, dunklen Wald.
DTV, 384 Seiten, 15,90 €.


„Minus 18 Grad“
von Stefan Ahnhem

Dies ist der dritte Band um Kommissar Fabian Risk aus Helsingborg und der dänischen Polizistin Dunja Hougaard. Eine Verfolgungsjagd, die auf der Autobahn beginnt und durch Helsingborg führt, endet damit, dass der Fluchtwagen im Hafenbecken landet. Der Fahrer wird tot geborgen, doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass er nicht durch den Unfall gestorben sein kann. Der Todeszeitpunkt muss mindestens zwei Monate vorher stattgefunden haben. Die Gerichtsmedizin stellt fest, dass die Leiche des äußerst wohlhabenden Spiele-Entwicklers Brise, über diesen Zeitraum eingefroren gewesen sein muss. Kommissar Risk und seine Kollegen stehen vor einem Rätsel, das noch verwirrender wird, als sich Zeugen melden, die den Verstorbenen erst wenige Tage zuvor gesehen haben wollen. Risk ahnt, dass es weitere Tote geben wird, und tatsächlich bleibt es nicht bei diesem einen Fall. Immer mehr ungeklärte Morde aus den vergangenen Jahren scheinen in das gleiche Schema zu passen. Dem Mörder geht es offensichtlich darum, eine zeitlang in die Rolle seiner Opfer zu schlüpfen. Zur gleichen Zeit ermittelt die dänische Polizistin Dunja Hougaard in einer Reihe äußerst brutaler Gewalttaten gegenüber Obdachlosen, die zum Teil als Video im Internet zirkulieren.

Stefan Ahnhem: Minus 18 Grad.
List, 560 Seiten, 16,99 €.


„Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“
von Brian Southall

Das Album, die Beatles und die Welt 1967

„It was twenty years ago today, Sgt. Pepper taught the band to play ...“ – nun, inzwischen ist es schon 50 Jahre her, dass „Sgt. Pepper“ vor die Welt trat, um seine Botschaft zu verkünden: Im Mai 1967, dem Jahr, das später als der ‚Summer of Love‘ in die Geschichte einging, erschien das legendäre Album der Beatles, das damals wie ein Blitz einschlug und im Pop- und Politikmagazin „Rolling Stone“ noch heute den ersten Platz in der Liste der besten Rock- und Pop-Alben aller Zeiten belegt. „Sgt. Pepper's“ war von Anfang an ein Werk der Superlative: es war das ehrgeizigste Projekt der Beatles, allein die Plattenhülle soll mit 3.000 £ Produktionskosten die bis dahin teuerste der Pop-Geschichte gewesen sein; nach 700 Studiostunden und für die damalige Zeit unerhörten Kosten von 25.000 £ verloren die Verantworlichen bei „EMI“ langsam die Nerven. Doch schon bald erwies sich, dass die Firma viele Millionen an dem Album verdienen würde. „Sgt. Pepper's“ wurde mit vier „Grammys“ ausgezeichnet und stand in Deutschland 19 Wochen an der Spitze der Charts, in den USA 15 Wochen und in England 27. Beatles-Experte Brian Southall hat bereits mehrere Bücher über die Band veröffentlicht. Sein reich bebilderter Jubiläumsband dokumentiert zunächst die Entstehungsgeschichte des Albums, der einzelnen Songs und des Covers als auch den Werdegang der Beatles, die zu dem Zeitpunkt schon fast der Meinung waren, ihren Zenit überschritten zu haben. Der zweite Teil des Buches befasst sich mit dem äußerst ereignisreichen Jahr 1967 und lässt selbst Leser, die dort noch nicht geboren waren, nachvollziehen, in welchem musikalischen und politischen Kontext das Album entstanden ist. Es ist das Jahr, in dem die Hippie-Bewegung ihren Höhepunkt erreichte, gegen den Vietnamkrieg demonstriert wurde, LSD immer größere Kreise inspirierte und viele bekannte Bands große Erfolge feierten. Ein gelungener Bildband – nicht nur für Beatles-Fans.

Brian Southall: Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band.
Edition Olms, 192 Seiten, 29,95 €.


 „Traumakinder“
von Jens-Michael Wüstel

Warum der Krieg immer noch in unseren Seelen wirkt

Der in Hamburg praktizierende Arzt und Trauma-Therapeut Dr. Jens-Michael Wüstel hat sich unter andem auf Menschen mit Angststörungen spezialisiert. Wie auch andere Therapeuten, ist er davon überzeugt, dass eine Traumatisierung nicht unbedingt auf eigenem Erlebten beruhen muss, sondern auch vererbt werden kann. So wirken besonders Kriegs-Traumata über Generationen weiter, ohne dass die Betroffenen sich bewusst sein müssen, woher ihre Ängste rühren. In „Traumakinder“ beschreibt Wüstel, wie sich Traumata in Familien fortsetzen und welchen Einfluss die Erlebnisse der Vorfahren während des zweiten Weltkriegs auf die Generation der heute 30- bis 50-Jährigen haben. Gerade Verletzungen, über die nicht reflektiert wird, die verdrängt werden, wirken unbewusst weiter. Und der Umgang mit den Wunden und der Schuld des Krieges war lange Zeit ein regelrechter gesellschaftlicher Verdrängungsprozess. Jens-Michael Wüstel sieht hier eine mögliche Begründung dafür, dass heute jeder Dritte unter seelischen Störung leidet. Die Nachkommen der Kriegskinder tragen ein schweres, ungelöstes Erbe in sich. Anhand von Fallgeschichten zeigt Wüstel, welche Formen dieses seelische Erbe annehmen kann und wie man selbst herausfindet, ob solche Themen im eigenen Leben wirken. Und er beschreibt, mit welchen therapeutischen Verfahren solche Traumata gelöst werden können.

Jens-Michael Wüstel: Traumakinder.
Lübbe, 336 Seiten, 20,00 €.


„Trümmerkind“
von Mechthild Bormann

In der Nachkriegszeit in Hamburg, im eiskalten Winter 1946 / 1947 sucht der kleine Hanno Dietz wie fast jeden Tag in den Trümmern der zerbombten Stadt nach Verwertbarem: Altmetall und alles, was sich sonst auf dem Schwarzmarkt tauschen lässt, auch Brennholz wird dringend benötigt. Hanno ist jetzt der Mann in der Familie. Seine junge Mutter Agnes muss sich mit ihm und seiner kleineren Schwester allein durchschlagen. Agnes verdient sich etwas Geld als Schneiderin für reiche Briten – nicht alle Nachbarn sind ihr daher wohlgesonnen. Eines Tages entdeckt Hanno unter den Trümmern in einem Keller die nackte Leiche einer Frau. Als Hanno zu seiner Schwester, die in der Nähe auf den Bollerwagen aufpasst, zurückkehrt, steht bei ihr ein gut gekleideter kleiner Junge von etwa vier Jahren. Da niemand sonst in der Umgebung zu sehen ist und der Junge kein Wort von sich gibt, nehmen die Kinder ihn mit nach Hause. Nach einer Weile entscheidet Agnes, dass der Junge bei ihnen bleiben soll. Sie gibt ihn als ihr eigenes Kind aus und er erhält den Namen Joost Dietz. Niemand erfährt davon, wie der Junge zu ihnen gekommen ist. Jahrzehnte später will Joost herausfinden, woher er stammt und stößt dabei auf die Spur eines schrecklichen Verbrechens. Parallel wird die Geschichte der Lehrerin Anna Meerbaum erzählt, die ebenfalls Jahrzehnte nach dem Krieg auf der Suche nach ihren Wurzeln ist. Annas Mutter war aus der Uckermark mit ihrer Familie nach Südafrika ausgewandert. Anna weiß so gut wie nichts über ihre Familie, ihre inzwischen alkoholkranke Mutter ist nicht bereit, über die Vergangenheit zu reden. Als Anna auf erste Hinweise über ihrer Familie stößt, scheint nichts davon mit dem wenigen übereinzustimmen, was ihre Mutter ihr bisher erzählt hatte.

Mechthild Borrmann: Trümmerkind.
Knaur, 304 Seiten, 19,99 €.


 Rezensionen von Isabella Magdalena Banger 


„Arena“
von Holly Jennings

Im Jahr 2054 ist die technische Welt weit vorangeschritten. Computer-Spiele sind zur Sportart geworden, virtuelle Gladiatoren treten in Teams bei Wettkämpfen gegeneinander an. In dieser Welt lebt Kali Ling. Sie und ihr Team gehören zu den besten Spielern, verdienen haufenweise Geld und stehen im hellen Rampenlicht. Jeder Zuschauer glaubt, sie zu kennen und alles über sie zu wissen, aber was die Welt über sie weiß, bestimmen allein die Sponsoren. Ihnen ist es egal, welche Geschichten sie verbreiten, welche sie vertuschen müssen, um die ungeteilte Aufmerksamkeit der Menschen zu erhalten. Kali kümmert sich wenig darum, was in der realen Welt gesagt wird, alles, was für sie wirklich zählt, ist die virtuelle Realität. Bis ihr Team-Mitglied Nathan eines Nachts neben ihr im Bett an einer Überdosis Drogen stirbt. Dass ihr Manager sich nur dafür interessiert, einen passenden Ersatz zu finden, wundert sie nicht weiter, aber dass ein Herzfehler als Todesursache angegeben wird, regt sie so sehr auf, dass sie kaum in der Lage ist, sich darüber zu freuen, nun zum Kapitän ihrer Mannschaft befördert zu werden. Die Wut und die Hilflosigkeit lassen sie immer öfter in die virtuelle Realität flüchten, was nicht ohne Preis bleibt. Je mehr sie die reale Welt meidet, desto weniger ist ihr Geist gewillt, den Bezug dazu zu halten. Hilfe erhält sie ausgerechnet durch das neue Team-Mitglied Rooke, der allerdings mehr Probleme mit sich bringt, als er lösen kann.

Holly Jennings: Arena.
Knaur, 400 Seiten, broschiert, 14,99 €.


„Die letzten Tage der Nacht“
von Graham Moore

Als der junge Anwalt Paul Cravath durch Bekannte ein Treffen mit dem legendären George Westinghouse vermittelt bekommt, ahnt er noch nicht, dass dies der erste Schritt ist, sich in einen der größten Patentstreite aller Zeiten zu verwickeln. Denn Westinghouse will ihn als Anwalt einstellen, da er von Thomas Edison verklagt wird; es geht um nichts Geringeres als die Erfindung der Glühbirne, sowie die dazugehörigen Patente, und damit das Recht, die neuartige Erfindung produzieren zu dürfen. Was als aussichtsloser Patentstreit beginnt, entwickelt sich schnell zu den Verwicklungen, die heute als „Stromkrieg“ bezeichnet werden. Von anderen Anwälten bemitleidet sucht Paul nach einer Lösung, die seinen Mandanten Westinghouse davor bewahren kann, Edison die geforderte eine Milliarde Dollar auszuzahlen – während Edison alles tut, um seinen Rivalen in der Öffentlichkeit unbeliebt zu machen. Westinghouse arbeitet mit dem von Nikola Tesla entdeckten Wechselstrom; Edison sorgt dafür, dass jeder Mensch diese noch fremde Art von Energie für gefährlich hält. Tesla, der mit Edison eine Rechnung zu begleichen will, da dieser ihn in geschäftlichen Dingen betrogen hatte, schließt sich Paul und Westinghouse an, mit dem Ziel, eine Glühbirne zu entwickeln, die nicht gegen Edisons Patente verstößt. Dieses Vorhaben und die Chance zu gewinnen erscheinen aussichtslos, doch Paul und Edison verbindet der absolute Wille, als Sieger aus dem Streit zu kommen.

„Die letzten Tage der Nacht“ fasst historische Tatsachen fesselnd zusammen; das Interesse an Physik ist beim Lesen dieses Werkes Nebensache. Jede der historischen Figuren wird so lebendig und glaubhaft dargestellt, dass der Leser sich im 19. Jahrhundert widerfindet und den Patentstreit zwischen Edison und Westinghouse persönlich miterlebt. Die Geschichte wirft ein neues Licht auf die großen Erfinder dieser bedeutenden Epoche und offenbart Details, von denen die wenigsten wissen.

Graham Moore: Die letzten Tage der Nacht.
Eichborn, 464 Seiten, 22,00 €.


„Die Wölfe kommen“
von Jérémy Fel

Zwölf Menschen an verschiedenen Orten, die nicht wissen, dass es etwas gibt, das sie alle miteinander verbindet. Eine nette Kellnerin in Indiana ist dem Bösen ebenso nahgekommen, wie acht Jugendliche in Nantes. Zu nah. Auf einer kleinen Farm in Kansas beginnt die Reise durch die verstrickte Welt der Jäger und der Gejagten. Ein kleines Mädchen, dass eigentlich nur in den Kornfeldern Verstecken spielen will, eine Psychologie-Studentin, die ihre Beispielfälle besser nicht spät in der Nacht bearbeiten sollte, ein Ehepaar, dass sich nichts Böses dabei dachte, ein Kind zu adoptieren, eine verzweifelte Mutter, die versucht, ihrer Vergangenheit zu entkommen ...

Jérémy Fel lässt den Leser bis zur letzten Seite im Ungewissen, welche Wendung das Schicksal seiner Personen nehmen wird, ob das Böse siegt, oder ob es Menschen gibt, die ihm entkommen, egal, wie sehr sie schon davon festgehalten werden. „Die Wölfe kommen“ verbindet das Schicksal mehrerer Menschen miteinander und lässt den Leser nach diesen Verbindungen suchen, die irgendwo in einem großen, literarischen Puzzle versteckt sind.

Jérémy Fel: Die Wölfe kommen.
DTV, 400 Seiten, broschiert, 16,90 €.


„Halali“
von Ingrid Noll

Holle und ihre beste Freundin Karin sind Sekretärinnen im Innenministerium, doch für Politik interessieren sie sich eher weniger. Holda möchte einfach nur Geld verdienen, um endlich eine eigene Wohnung bezahlen zu können, Karin sucht nach einem einflussreichen, wohlhabenden Mann, den sie heiraten kann. In ihrer Freizeit sitzen die beiden Mädchen oft auf einer Bank am Rhein. Eines Tages beobachten sie zufällig, wie ein von ihnen ungeliebter Mitarbeiter einen Brief in einem Vogelkasten versteckt – und können natürlich nicht widerstehen, ihn zu lesen. Die Nachricht ist in ihren Augen zwar rätselhaft, aber nicht sonderlich interessant: „Onkel Hermann gestorben. 22.7.11.45“ Dennoch beschließen sie, den Kasten weiter zu beobachten, ohne zu ahnen, was hinter der Sache steckt. Abgelenkt von ihrem alltäglichen Leben kommen sie zunächst nicht auf den Gedanken, den gefundenen Brief mit dem Mann in Verbindung zu bringen, den Holle und ihr Freund eines Nachts tot im Rhein finden. Die nachfolgenden Ereignisse werden Holle ein Leben lang begleiten.

Jahre später – Holle ist inzwischen eine alte Frau – erzählt sie das Erlebte ihrer erwachsenen Enkelin Laura, die ihrer Großmutter nicht allzu großen Glauben schenkt. Und doch kommt sie immer wieder, um die Geschichte zu Ende zu hören, um zu verstehen, wer der eigentliche Böse dieser Erzählung ist, denn selbst Holle scheint das nach all den Jahren noch immer nicht verstanden zu haben.

Ingrid Noll schildert die alltäglichen Gedanken einer alten Frau in der modernen Welt sowie das Verhalten deren Enkeltochter und all die Gegensätze und Entwicklungen humorvoll und spannend, aber auch ein bisschen wehmütig. „Halali“ ist mehr als ein Krimi; Ingrid Noll selbst beschreibt ihren Roman als Zeitreise.

Ingrid Noll: Halali.
Diogenes, 320 Seiten, 22,00 €.


„Irrlichtfeuer“
von Julia Lange

In einer Welt, in der ihr das Gehen mit jedem Tag schwerer fällt, hat Alba nur einen einzigen Wunsch: Sie will fliegen können. Ohne das Wissen ihrer Familie baut sie in ihrer Werkstatt an Flügeln, die sie über die Dächer ihrer Stadt tragen sollen, doch auch wenn sie durch die unheilbare Krankheit abgemagert und sehr leicht ist, gibt es nur eine Möglichkeit, die Flügel zum Fliegen zu nutzen. Dafür benötigt sie das Irrlichtgas, das in der Stadt als Brennstoff benutzt wird, das aber auch zu magischen Fähigkeiten führen kann. Der Besitz des Gases ist verboten, da die Regierung die so genannten Irrlichtkinder, die in Berührung mit dem Gas gekommen sind, nicht kontrollieren kann. Doch Alba's Wunsch ist stärker als ihre Angst – sie schließt eine Abmachung mit einem Irrlichtkind und verwickelt sich so immer tiefer in die Intrigen zwischen den verschiedenen Fürstentümern, die die Irrlichtkinder aus der Welt schaffen wollen. Schon bald steht Alba vor der Frage, was sie bereit ist aufzugeben, um an ihr Ziel zu kommen, denn sie erkennt, dass es neben ihrem Wunsch zu fliegen noch andere Dinge in ihrem kurzen Leben gibt, die ihr wichtig sind.

Julia Lange hat mit „Irrlichtfeuer“ eine fesselnde Welt erschaffen; es gelingt ihr, die vielen Figuren so zu schildern, dass es unmöglich ist, nicht mit ihnen zu fühlen, sie sind so eingängig, dass man sie auch nach Ende des Buches nicht loslassen und vergessen kann.

Julia Lange: Irrlichtfeuer.
Knaur, 528 Seiten, 9,99 €.


„Jamie und die Schlange im Paradies“
von Ira Severin

Rebekka ist ein Schreibtalent und leidenschaftliche Köchin. Ihr Traum davon, beide Begeisterungen zu vereinen, bringt sie auf die Idee, ein Kochbuch zu schreiben. Nicht irgendein Kochbuch, davon gibt es in ihren Augen genügend davon. Es soll ein besonderes Kochbuch werden; Rebekka's Schwerpunkt sind Rezepte aus dem alten Land, bevorzugt mit Apfelanteil. Auf der Suche nach den besten Apfelrezepten mietet sie sich in einem kleinen Häuschen im alten Land ein, dessen Besitzerin kürzlich verstorben ist. Schon immer in der Stadt lebend hat sie übertrieben romantische Vorstellung vom Leben auf dem Lande. Zunächst scheint alles genauso idyllisch, wie vorgestellt, doch ziemlich schnell stellt sich heraus, dass der erste Eindruck manchmal täuscht. Denn kaum angekommen stößt Rebekka auf einen Toten; einen alten Mann mit dem sie am Vortag noch gesprochen hat. Herzinfarkt, lautet die Diagnose. Doch Rebekka wird den Eindruck nicht los, die Anwesenheit von noch jemand anderem im Haus des alten Mannes gespürt zu haben. Sie macht ihre Aussage auf dem Polizeirevier, aber der Einsatz der Beamten ist gering, zumal in dem sonst so ruhigen Dorf in kürzester Zeit weitere Todesfälle auftreten. Immer sind es alte Leute, deren Tod nicht ungewöhnlich erscheint. Und langsam beginnt Rebekka sich zu fragen, ob auch der Tod der vorherigen Besitzerin ihres Ferienhauses kein Unfall war.

Jeder scheint verdächtig, jeder noch so freundliche Nachbar. Sie vertraut niemandem mehr, mit Ausnahme des schwarzen Katers, der immer wieder durch Haus und Garten streicht und den Anschein erweckt, er wüsste weit mehr als die örtliche Polizei. Aber kann Rebekka wirklich auf die Meinung einer Katze vertrauen oder verliert sie allein mit diesem Gedanken schon ihren Verstand? Sie muss sich entscheiden, wie wichtig es ihr ist, die Todesfälle mit Hilfe des Katers aufzuklären, denn kein Mörder bleibt ruhig, wenn er sich entdeckt glaubt ...

Ira Severin: Jamie und die Schlange im Paradies.
Lübbe, 384 Seiten, 9,90 €.


„Teufelsgold“
von Andreas Eschbach

Hendrik Busske ist ein einfacher Angestellter einer Investment-Firma. Als er eines Tages einen Mitarbeiter vertritt und ein Seminar für Leute gibt, die ihren Reichtum vermehren wollen, fällt ihm auf, wie viel mehr ihm diese Arbeit liegt und wie sehr sein Talent an der Büroarbeit verschwendet ist. Er erkennt, dass sein Leben zwar erträglich aber nicht außergewöhnlich ist. So beginnt er, Dinge zu riskieren, um dieser Monotonie zu entkommen, angefangen damit, ein wertvolles Buch aus einem Antiquariat zu stehlen. Das von einem Kunden vorbestellte Buch erzählt eine fesselnde Geschichte über Alchemisten, den Stein der Weisen und die Gier nach Gold. Hendrik Busske kommt eine Idee: Er wird Seminare geben unter dem Titel „Alchemisten des Reichtums“. Kurzerhand und ohne Absicherung kündigt er seinen Job und macht sich selbstständig. Entgegen aller Erwartungen wird seine Idee zu einem echten Erfolg. Überraschenderweise erhält Hendrik das Angebot von einem Klienten, in dessen Schloss wohnen zu dürfen, mit der Bedingung, er müsse es als sein Eigen ausgeben. Obwohl ihm das Angebot seltsam vorkommt, zieht er mit seiner Familie in das große Gärtnerhaus inmitten des riesigen Schlossgartens. Was er nicht ahnen kann ist, dass die Welt der Alchemisten ihn immer mehr einholt und schließlich mit sich zieht und ihm Seiten seiner Welt zeigt, die er sich bisher nie vorstellen konnte. Und immer wieder trifft er auf weitere Teile der Geschichte in dem gestohlenen Buch, bis sich ein Puzzle zusammenfügt, das eine erschreckende Wahrheit beinhaltet.

Andreas Eschbach: Teufelsgold.
Lübbe, 512 Seiten, 22,90 €.


„Töte mich“
von Amélie Nothomb

Graf Neville ist seit über 20 Jahren glücklich verheiratet und hat drei Kinder, von denen zwei die menschgewordene Perfektion sind: Hübsch, freundlich, bescheiden und begabt. Nur die jüngste Tochter ist kein Vorzeigekind. Sérieuse ist still und unzugänglich, einsam und zurückgezogen. Ihr Vater will nichts von diesem Zustand wissen, er schiebt es auf die Pubertät, um dunklere Gedanken von sich fernzuhalten. Als das Leben des Grafen sich zu verändern droht – durch Geldmangel sieht er sich gezwungen, das sich seit Generationen im Familienbesitz befindende Schloss zu verkaufen – kommt zu allem Überfluss die Prophezeiung einer Wahrsagerin hinzu: Beim letzten Fest, das im Schloss gegeben werden soll, wird er, der Gastgeber, einen seiner Gäste umbringen. Graf Neville geht es wie vielen Menschen: Er glaubt nicht an Prophezeiungen, es sei denn, sie betreffen ihn selbst. Schlaflose Nächte verbringt er mit schrecklichen Gedanken, bis er unerwartet ungewollte Hilfe bekommt. Seine Tochter Sérieuse will ihn davon überzeugen, das perfekte Opfer zu sein. Das Mädchen hat keinen sehnlicheren Wunsch als zu sterben und macht sich darum die Verzweiflung des Vaters zu Nutze.

„Töte mich“ ist eine kurze, aber tief bewegende Geschichte, die dem Leser deutlich macht, wie einfach es sein kann, sich in der eigenen Gedankenwelt zu verfangen, und wie leicht ein Mensch zu beeinflussen ist, wenn er sich vor etwas fürchtet.

Amélie Nothomb: Töte mich.
Diogenes, 112 Seiten, 20,00 €.


„Wir sind die Guten“
von Dora Heldt

Karl Sönnigsen langweilt sich. Nicht nur, dass er seit der Rente Hausverbot in der Polizeistation Sylt hat, es passiert auch nichts, für das es sich lohnen würde, sich diesem Verbot zu widersetzen. Ein geklautes Fahrrad, Urlauber ohne Benehmen ... Was er sich wirklich wünscht, ist eine Millionen-Erpressung oder einen Serienmörder. Karl fürchtet schon, den Rest seines Lebens mit seinen Freunden in der Sauna verbringen zu müssen. Aber er täuscht sich. Denn als die Haushaltshilfe seiner beiden Freundinnen und Hobbyermittlerinnen, Inge und Charlotte, verschwindet, ist es an der Zeit, das Ermittler-Team wieder zusammenzurufen, vor allem, da die Polizei damit beschäftigt ist, einen Todesfall zu untersuchen und ihnen somit auch nicht in die Quere kommen wird. Nach anfänglichen kleinen Erfolgen werden die Ermittlungen allerdings immer verwirrender. Was als Vermisstenmeldung beginnt, entwickelt sich zu einer Herausforderung, mit der Karl und seine Freunde nicht gerechnet haben. Die Suche nach der verschwundenen Frau wird gefährlich für die kleine Gruppe und man gerät immer wieder auf Spuren zum rätselhaften Todesfall, mit dem sich die Polizei erfolgslos auseinandersetzt. Langsam wird den Ermittlern bewusst, dass sie eine alte Geschichte ausgraben, die viel weiter zurückliegt, als sie ahnen konnten.

„Wir sind die Guten“ ist der zweite Krimi von Dora Heldt in dem das „Team Sönnigsen“ ermittelt.

Dora Heldt: Wir sind die Guten.
DTV, 512 Seiten, 15,99 €.

Geändert:  05 / 2020