„Celler Scene“

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CELLER ALLERLEI
Meldungen im November 2020

Montag, 16. November 2020

„DGB“:
Bauland-Preise in Celle steigen weiter –
Politik muss endlich handeln

CELLE / LÜNEBURG (dgb). Die Preise fĂŒr Bauland in Celle sind zwischen 2015 und 2019 um 33 Prozent gestiegen. Ein Quadratmeter baureifer Grund kostet aktuell durchschnittlich 60,72 Euro, wie aus Zahlen des „Statistischen Landesamts“ hervorgeht. In begehrten Lagen liegt der Preis sogar noch höher, Tendenz steigend. „Im Ergebnis steigen damit auch die Mieten weiter, denn auf teurem Boden können keine bezahlbaren Wohnungen entstehen“, sagt dazu Dirk Garvels, Celles Kreisvorsitzender des „DGB“.

„Die Kommunen brauchen bessere Möglichkeiten, um die Bodenpolitik und damit auch die Mieten in ihrer Gemeinde zu beeinflussen“, so Garvels. Maßgeblich dafĂŒr ist auch das Baugesetzbuch, das gerade ĂŒberarbeitet wird. Der kĂŒrzlich von der Bundesregierung beschlossene Gesetzentwurf wird nun im Bundestag diskutiert. „Was dieser Gesetzentwurf vorsieht, reicht aber nicht aus, um die Spirale der weiter steigenden Bodenpreise zu durchbrechen. Da muss noch nachgebessert werden“, so Garvels.

Es fehlt ein preislimitiertes Vorkaufsrecht

Im jetzigen Gesetz-Entwurf ist fĂŒr die Kommunen zwar ein erleichtertes Vorkaufsrecht fĂŒr brachliegende GrundstĂŒcke vorgesehen. Wichtig ist aber, zugleich eine wirksame Preislimitierung einzufĂŒhren, damit die Kommunen Bauland zu Preisen unterhalb des Marktwertes erwerben und fĂŒr den bezahlbaren Wohnungsbau und die soziale Infrastruktur, etwa fĂŒr den Neubau von Kitas und Schulen, nutzen können.

Baugebote leichter ermöglichen

Baugebote können GrundstĂŒcks-EigentĂŒmer verpflichten, ihre GrundstĂŒcke zu bebauen, anstatt sie brachliegen zu lassen, um auf einen höheren Verkaufspreis zu spekulieren. Bislang werden sie kaum angewendet, da der Aufwand fĂŒr die Kommunen enorm ist. Die Novelle des Baugesetzbuches will dies erleichtern, indem Baugebote fĂŒr mehrere GrundstĂŒcke ausgesprochen werden können. Doch ohne die Möglichkeit, kooperations-unwilligen EigentĂŒmern die GrundstĂŒcke unter Marktpreis abkaufen zu können, wird das Instrument weiter nur geringe Anwendung finden.

Wie sich die Baulandpreise in Deutschland entwickelt haben, finden Sie unter www.dgb.de.

Laub-Annahme im Ortsteil NeuenhÀusen

(Foto: © Frank R. Bulla)

CELLE (jr).  Herbstzeit ist Laubzeit. Und hĂ€ufig weiß man nicht, wohin mit den vielen, bunten BlĂ€ttern. Deshalb nimmt am Samstag, 28. November 2020, der Ortsrat NeuenhĂ€usen das Herbstlaub in kleinen Mengen erneut kostenlos entgegen. Andere GartenabfĂ€lle wie Strauchschnitt und Rasen sind nicht erlaubt. In der Zeit von 09:00 bis 13:00 Uhr stehen auf dem GelĂ€nde des Behördenzentrums Im Werder (Neues Finanzamt) im hinteren östlichen Teil drei Container bereit. Mitglieder des Ortsrates sind in der angegebenen Zeit anwesend. Bitte beachten Sie, dass nur Laub aus dem Ortsteil angenommen werden kann.

Leider kann in diesem Jahr aufgrund der gegenwĂ€rtigen Corona-Pandemie-Lage aus Hygiene-GrĂŒnden nur in nötigen FĂ€llen bei der Entladung geholfen werden. Ferner hat der Ortsrat die Bitte, nur einzeln an jeweils einen Container heranzufahren und den Mindestabstand von anderthalb Metern zu anderen Person, die nicht zum Hausstand gehören, einzuhalten. FĂŒr eventuelle RĂŒckfragen steht Ihnen OrtsbĂŒrgermeister Jörg Rodenwaldt unter Tel. (05141) 2081677 zur VerfĂŒgung.

Freitag, 13. November 2020

Hilfe im Bahnhof, wenn das Leben aus der Spur gerÀt

CELLE (jr).  Die „Celler Bahnhofsmission“ hilft grundsĂ€tzlich jedem sofort, mit und ohne Anmeldung, auf Reisen, in akuten Nöten oder in existentiellen Notlagen. Sie möchte ein „StĂŒck Himmel am Bahnhof“ sein. Besonders in der gegenwĂ€rtigen Corona-Pandemie und der bevorstehenden Winterszeit steht die „Bahnhofsmission“ vor großen Herausforderungen. Denn momentan kann nicht so wie gewohnt geholfen werden. Jedoch möchte die Mission weiter helfen. Der Ortsrat NeuenhĂ€usen beschloss deshalb, die Arbeit der ‚Bahnhofs-Engel‘ in dunkelblauer Weste mit 1.030 Euro aus den ÜberschĂŒssen vom letzten Stadtteilfest zu unterstĂŒtzen.

„Der Ortsrat weiß um die BedĂŒrftigkeit vieler Menschen und schĂ€tzt den hohen Einsatz der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission“, so OrtsbĂŒrgermeister Jörg Rodenwaldt. „Die Spende ermöglicht es mit, eventuelle EngpĂ€sse bei Lebensmitteln wie Brot oder Kaffee oder Kleidung wie Handschuhe oder SchlafsĂ€cke zu ĂŒberbrĂŒcken.“

Die Missionsleiterin Daniela BrĂŒckner ergĂ€nz: „FĂŒr unsere StammgĂ€ste sind wir auch in der Corona-Zeit ein StĂŒck vom Leben, selbst wenn sie sich bei uns gegenwĂ€rtig nicht aufhalten können. Kaffee und Schnitten werden jedoch zum Mitnehmen angeboten. Auch das Duschen ist möglich.“ Nicht nur fĂŒr den Ortsteil sei die „Bahnhofsmission“ eine wichtige soziale Einrichtung, weil sie fĂŒr viele ein erste Hilfe gewĂ€hrender Anlaufpunkt sei.

Montag, 9. November 2020

Laubsammel-Aktion im Ortsteil Neustadt / Heese

CELLE (obnh).  Herbstzeit ist Laubzeit, denn hĂ€ufig weiß man nicht, wohin mit den vielen, bunten BlĂ€ttern. Auch in diesem Jahr, am Samstag, 28. November 2020, nimmt der Ortsrat Neustadt / Heese das Herbstlaub erneut kostenlos entgegen. Dazu stehen in der Zeit von 09:00 bis 12:00 Uhr in der Nienburger Straße an der BrĂŒcke („TUS“-Platz) zwei Container der Stadt Celle bereit. Mitglieder des Ortsrates sind in der angegebenen Zeit beim Abladen gerne behilflich. Und bitte bedenken Sie, dass hier nur Laub angenommen werden kann.

Beachten Sie bitte den Mindestabstand von anderthalb Metern zu jeder anderen Person und tragen Sie Masken.

FĂŒr eventuelle RĂŒckfragen steht Ihnen OrtsbĂŒrgermeisterin Antoinette KĂ€mpfert unter Tel. 0159-06719729 zur VerfĂŒgung.

„BĂŒrgersprechstunde“ im Ortsteil Neustadt / Heese

CELLE (obnh).  Am Freitag, 13. November 2020, findet die „BĂŒrgersprechstunde“ im Ortsteil Neustadt / Heese in der Zeit von 16:00 bis 17:00 Uhr statt. Im GebĂ€ude „Mittendrin“ auf dem Heeseplatz lĂ€dt OrtsbĂŒrgermeisterin Antoinette KĂ€mpfert interessierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ein, ihre WĂŒnsche, Probleme, Kritik, Anregungen und Ideen loszuwerden.

Montag, 2. November 2020

Corona-Pandemie –
erst Kurzarbeit, dann Steuern nachzahlen?

CELLE / LÜNEBURG (dgb).  Millionen BeschĂ€ftigte, die corona-bedingt in Kurzarbeit sind oder waren, mĂŒssen mit Steuernachzahlungen rechnen. Der Grund: Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt und fĂŒhrt so zu einem höheren Steuersatz beim ĂŒbrigen Einkommen. Das heißt, empfangenes Kurzarbeitergeld wird bei Berechnung des Prozentsatzes, mit dem das ĂŒbrige Einkommen besteuert wird, mit einbezogen – und je höher das Einkommen, umso höher auch der Steuersatz. FĂŒr viele Menschen ist das eine weitere unzumutbare HĂ€rte – wenn der Gesetzgeber keine Abhilfe schafft.

Allein in Celle bezogen wĂ€hrend des ersten Lockdowns im MĂ€rz und April diesen Jahres 11.719 BeschĂ€ftigte die im Landkreis arbeiten Kurzarbeitergeld – nicht hinzugerechnet all diejenigen, die beispielsweise zur Arbeit nach Hannover pendeln und ebenfalls betroffen waren. Im Mai kamen nach Hochrechnungen der „Bundesagentur fĂŒr Arbeit“ weitere 7.528 Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter lokal hinzu. Sanken erfreulicherweise in den Folgemonaten die Zahl der Kurzarbeitenden im Landkreis wieder, steht nun angesichts des zweiten (Teil-) Lockdowns wieder vielen tausend BeschĂ€ftigten Kurzarbeit ins Haus.

Auch wenn Kurzarbeit in dieser Krise einen sehr wichtigen Beitrag zum Erhalt von ArbeitsplĂ€tzen leistet, mussten somit bereits viele BeschĂ€ftigte schmerzhafte finanzielle Einbußen hinnehmen. Das gilt zum Beispiel fĂŒr die Gastronomie, aber auch fĂŒr andere, eher mittelstĂ€ndisch geprĂ€gte Branchen – vor allem dann, wenn die BeschĂ€ftigten keine Aufstockung des Kurzarbeitergelds durch den Arbeitgeber bekommen. In der jetzigen Krise, die ohnehin hohe Kaufkraftverluste mit sich bringt, wĂ€re es absolut kontraproduktiv, hart getroffene BeschĂ€ftigte durch Steuernachzahlungen zusĂ€tzlich zu belasten.

Um unnötige Mehrbelastungen und den mit den Nachzahlungen verbundenen Verwaltungsaufwand pragmatisch zu reduzieren fordert der „DGB“ den Gesetzgeber auf, im Jahressteuergesetz dafĂŒr zu sorgen, dass eine zeitlich befristete Lösung gefunden wird. DafĂŒr gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie reichen von der vollstĂ€ndigen Aussetzung des Progressionsvorbehaltes bis zu einer gezielt auf das Kurzarbeitergeld gerichteten Aussetzung. Auch die befristete EinfĂŒhrung eines auf den Progressionsvorbehalt bezogenen Freibetrages (beispielsweise in Höhe von 6.000 Euro), wie ihn auch der Bundesrat diskutiert hat, kann fĂŒr eine deutliche Entspannung sorgen.

„Wer mit dem Kurzarbeitergeld erhebliche Einkommenseinbußen hinzunehmen hat, soll nicht auch noch mit Steuernachzahlungen zu kĂ€mpfen haben. Wir fordern die Koalition auf, hier im Jahressteuergesetz Abhilfe zu schaffen. Gerade BeschĂ€ftigte in Niedriglohnbranchen, etwa der Gastronomie, haben sonst mit weiteren unzumutbaren HĂ€rten zu rechnen. Hier kann und muss der Gesetzgeber aktiv werden“, so „DGB“-RegionsgeschĂ€ftsfĂŒhrer Matthias Richter-Steinke.

GeÀndert:  11 / 2020