„Celler Scene“

Wissen, was los ist ...

ARBEITSAGENTUR CELLE
Meldungen im Juni 2020

Freitag, 19. Juni 2020

Kurzarbeitergeld –
Frist nicht verpassen!

CELLE / LANDKREIS CELLE.  Arbeitgeber aufgepasst: Ende Juni läuft eine wichtige Frist ab, die Unternehmen bei der Beantragung (Erstattung) von Kurzarbeitergeld beachten müssen. Und zwar besteht bis zum 30. Juni 2020 letztmalig die Möglichkeit, Kurzarbeit für den Monat März abzurechnen.

Grund: Unternehmen haben gesetzlich rückwirkend bis zu drei Monate Zeit, angezeigte (genehmigte) und dann realisierte Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit abzurechnen. Im Juni läuft damit die Frist für März aus, dem Monat in dem die Pandemie die deutsche Wirtschaft erstmals hart getroffen hat. Ende Juli müssen Ansprüche für April eingegangen sein, im August für Mai etc.

Entscheidend ist das Eingangsdatum der Unterlagen bei der für die Abrechnung zuständigen „Agentur für Arbeit“. Es handelt sich dabei um eine Ausschlussfrist. Anträge die später eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden und es erfolgt dann keine Erstattung des Kurzarbeitergeldes mehr.

Rund 90 Prozent der Unternehmen und Lohnbüros haben erstmalig mit dem Verfahren zu tun und daher wenig Erfahrung. Wichtig: Unternehmen rechnen mit der Agentur für Arbeit ab, nachdem sie das Geld an ihre Beschäftigten ausgezahlt haben. Die bei der Agentur eingereichten Unterlagen weisen das Kurzarbeitergeld einschließlich der Sozialversicherungsbeiträge aus.

Für jeden Abrechnungsmonat gilt weiterhin die sogenannte Zehn-Prozent-Regelung: Mindestens zehn Prozent der Mitarbeiter müssen mindestens zehn Prozent Entgeltausfall gehabt haben. Sollte sich die Auftragslage bei Betrieben verbessern und diese Quote in einem Monat nicht erfüllt sein, ist keine Erstattung des Kurzarbeitergeldes möglich und somit für diesen Monat kein Erstattungsantrag bei der „Agentur für Arbeit“ erforderlich.

Arbeitgeber haben verschiedene Möglichkeiten, ihre Erstattungsanträge für das Kurzarbeitergeld an die zuständige Agentur für Arbeit zu senden: Entweder bequem über die Kurzarbeit-App, einfach durch scannen oder fotografieren aller Dokumente per Handy und hochladen als PDF oder Bilddatei. Die App gibt es im „Google Play Store“ oder im „App-Store“. Die Dokumente können auch direkt online hochgeladen werden unter www.arbeitsagentur.de.

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld gibt es online unter www.arbeitsagentur.de.

Weitergehende Fragen können Arbeitgeber telefonisch mit ihren Ansprechpartnern im Arbeitgeber-Service klären oder unter Tel. 0800-4555520 oder der örtliche Hotline Tel. (05141) 961-888 besprechen. Natürlich stehen auch die Wege im E-Service zur Verfügung – dazu benötigt man ein individuelles Passwort. Alternativ nutzen Sie die Zugangswege per Mail: Celle.Kug@arbeitsagentur.de.

Freitag, 12. Juni 2020

Verspäteter Start auf dem Ausbildungsmarkt –
Jugendliche sollten sich jetzt bewerben

CELLE / LANDKREIS CELLE.  Der Ausbildungsmarkt im Landkreis Celle kommt aufgrund der Corona-Pandemie langsamer als im Vorjahr in Fahrt. Bislang gibt es sowohl weniger Bewerberinnen und Bewerber als auch weniger gemeldete Ausbildungsstellen. Sven Rodewald, Chef der „Agentur für Arbeit“ in Celle erklärt: „Der Start in die heiße Phase am Ausbildungsmarkt hat sich um etwa drei Monate verzögert. Viele Ausbildungsverträge werden in diesem Jahr erst später abgeschlossen. Trotz der Krise sind die Chancen auf eine Ausbildung in unserem Agentur-Bezirk für junge Menschen weiterhin gut.“

Im Agentur-Bezirk haben sich seit dem 1. Oktober des vergangenen Jahres weniger Bewerber angemeldet. Der Rückgang lässt sich unter anderem auf den Wechsel zu 13 Schuljahren an den allgemeinbildenden Gymnasien und den dadurch wegfallenden Abitur-Jahrgang in diesem Jahr zurückführen. Auf der anderen Seite gibt es etwa 2000 gemeldete Ausbildungsstellen im Agentur-Bezirk – insbesondere im Einzelhandel, Lager, Handwerk, in der Arzt- und Praxishilfe und in der Bau-Branche sind gute Einstiegsmöglichkeiten zu finden.

„Für alle Bereiche gilt: Jede Fachkraft, die jetzt nicht ausgebildet wird, fehlt bereits in naher Zukunft am Arbeitsmarkt. Die Fachkräfte von morgen dürfen den Unternehmen nach der Krise und in Zukunft nicht fehlen“, betont Rodewald. Es ist sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für die Ausbildungsbetriebe wichtig, dass sie eine Sicherheit haben, wie es nach den Sommerferien weitergeht. Die Jugendlichen sollten sich nicht entmutigen lassen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich zu kümmern und die Bewerbungen abzuschicken. Gerade jetzt spielt die Berufs-Orientierung daher eine wichtige Rolle.

Die Berufsberatung ist für die Jugendlichen da und hilft unter anderem bei allen Fragen rund um die Berufswahl, Ausbildung oder Studium. Die meisten Gespräche finden momentan telefonisch statt. Auf der Homepage der „Arbeitagentur“ wartet ein breites Portfolio an Online-Angeboten, um einen passenden Ausbildungs- oder Studienplatz zu finden.

Die „Arbeitsagenturen“ in Celle und Hermannsburg unterstützen auch, wenn ein Ausbildungsbetrieb von einer Insolvenz betroffen ist. Gemeinsam gilt es eine Lösung zu finden. Die Agenturen verfügen über gute Kontakte zu anderen Arbeitgebern und können dorthin vermitteln. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Ausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung abzuschließen. Jugendliche können sich bei Unsicherheiten an die Berufsberatung wenden und offene Fragen klären. Hierfür einfach die kostenlose Hotline 0800-4555500 anrufen und einen Termin vereinbaren. Das Ganze geht auch online bei der „Arbeitsagentur“.


Dienstag, 9. Juni 2020

„Welche Berufe passen zu mir?“ –
mit diesem Tests finden es Jugendliche heraus

CELLE.  Viele Jugendliche wissen nicht genau, wo ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten liegen. Das macht die Berufswahl zu einer schwierigen Entscheidung. Genau hierbei kann die Berufsberatung der „Arbeitsagenturen“ und „Jobcenter“ in Niedersachsen und Bremen helfen. Es gibt tolle Online-Angebote, um mehr über sich zu erfahren und den eigenen Wunschberuf zu finden. Einen der beiden wichtigsten Berufe-Tests stellen wir kurz vor:

„Check-U“ (www.arbeitsagentur.de/selbsterkundungstool) –
das Erkundungstool der „Bundesagentur für Arbeit“

Mit dem neuen Erkundungstool „Check-U“ finden Jugendliche heraus, welche Studienfelder und Ausbildungsberufe zu ihnen passen. Bereits nach einem Test bekommen sie ein Ergebnis. Je mehr sie machen, desto aussagekräftiger dann der Vorschlag. Insgesamt gibt es vier Testbereiche:

1. Der Fähigkeiten-Test

Eine der wichtigsten Fragen auf der Suche nach dem passenden Beruf lautet: Worin bin ich gut und was passt zu meinen Stärken? Dazu gehört unter anderem auch, wie sicher die Jugendlichen mit textbezogenen, mathematischen und räumlichen Fragestellungen umgehen können und wie gut das kreative Denken und handwerkliche Geschick ausgeprägt sind.

2. Der soziale Kompetenzen-Test

Bei diesem Test geht es um persönliche Eigenschaften, die im Beruf wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise, wie die Jugendlichen mit Stress und Konflikten umgehen und wie sie ihre Meinung durchsetzen können. Es geht um die Frage, welcher Beruf zur eigenen Persönlichkeit passt.

3. Der Interessen-Test

Hier geht es um die Fragen: Welche Inhalte finde ich spannend? Wofür interessiere ich mich? Jugendliche werden beispielsweise gefragt, welche Themen, Fachgebiete oder berufsspezifische Tätigkeiten sie spannend finden und wie sie zu bestimmten Arbeitsbedingungen stehen (z. B. Schichtarbeit).

4. Der berufliche Vorlieben-Test

Was ist den Jugendlichen für die berufliche Zukunft wichtig? Ist man eher der handwerkliche, unternehmerische oder der kreative Typ? Mit diesem Test finden sie heraus, welche der acht verschiedenen Berufs-Typen am besten zu ihnen passen..


Anzeigen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen
weiterhin bis 30. Juni möglich

CELLE.  Arbeitgeber können Anzeigen für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen weiterhin bis zum 30. Juni 2020 erstatten. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe.

Gemeinsam unterstützen die „Bundesagentur für Arbeit (BA)“ und die Integrations- und Inklusionsämter Arbeitgeber in der aktuellen Situation bei den Anzeigen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Arbeitgeber mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Zur Überprüfung der Beschäftigungspflicht haben diese Arbeitgeber ihre Beschäftigungsdaten jährlich bis 31. März der „Agentur für Arbeit“ anzuzeigen. Sofern die Beschäftigungsquote nicht erfüllt ist, müssen Arbeitgeber gleichzeitig eine Ausgleichsabgabe an die Integrations- / Inklusionsämter zahlen.

Aufgrund der aktuellen Situation in Folge der Corona-Pandemie akzeptieren die „BA“ und die Integrations- und Inklusionsämter, dass Anzeigen für das Anzeigenjahr 2019 auch nach dem 31. März 2020 bis spätestens 30. Juni 2020 abgegeben werden. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe.

Erstatten Arbeitgeber bis spätestens 30. Juni 2020 Anzeige, wird das Versäumen der Anzeigepflicht zum 31. März 2020 für das Anzeigejahr 2019 nicht als Ordnungswidrigkeit verfolgt. Ebenfalls werden von den Integrations- / Inklusionsämtern bei Erstatten der Anzeige für das Anzeigejahr 2019 bis spätestens 30. Juni 2020 keine Säumniszuschläge erhoben. Die Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen wird dadurch nicht beeinträchtigt werden.


Freitag, 5. Juni 2020

Abgefahren / Appgefahren –
hier finden Jugendliche auf dem Smartphone Infos zur Berufsorientierung

CELLE.  Aufgrund der Corona-Pandemie findet in den Schulen derzeit keine persönliche Berufsorientierung statt. Trotzdem sollen die Jugendlichen die für sie richtige Ausbildung oder das richtige Studium finden. Bei ca. 400 Ausbildungsberufen und mehr als 18.600 Studiengängen ist das jedoch in der Tat nicht einfach. Die „Arbeitsagenturen“ in Celle und Hermannsburg helfen nicht nur in telefonischen Gesprächen, sondern die Schülerinnen und Schüler können sich auch mit Apps über Berufe informieren.

Wir stellen vier tolle Apps vor:

1. „AzubiWelt“

„Ich möchte mich über Berufe informieren oder schon Ausbildungsstellen suchen.“

In der App „AzubiWelt“ finden Jugendliche alle Angebote der „Bundesagentur für Arbeit“ für Ausbildungssuchende in einer App vereint. Berufe suchen, neue Berufsfelder kennenlernen und ganz viele Infos zu den Ausbildungsgängen finden – das geht alles mit dieser App. In vielen Videos sehen die Jugendlichen, wie der Job in der Praxis wirklich aussieht. Was verdiene ich in dem Beruf? Was muss ich für die Ausbildung mitbringen? All dies sind Fragen, die in der AzubiWelt beantwortet werden. Und ganz nebenbei: Eine Ausbildungssuche ist auch integriert. Hier findet man also die freien Stellen in der Nähe. Wer dann noch offene Fragen hat, kann über die App mit der Berufsberatung Kontakt aufnehmen.

2. „Berufe Entdecker“

„Ich weiß noch nicht, was ich machen soll.“

Mit dem „Berufe Entdecker“ geht’s im Selbst-Check zum Traumberuf. Diese App bietet eine Vielzahl an Informationen zu spannenden Ausbildungsberufen. Mit einfachem Wischen über das Smartphone-Display finden die Jugendlichen heraus, welcher Arbeitsbereich ihnen gefallen könnte. Und dann klicken sie sich einfach durch den Job-Checker und erfahren alles über Ausbildungsdauer, Gehalt, Bewerbungs-Tipps und vieles mehr. Natürlich gibt’s auch in dieser App wieder ganz viele Infos über die Ausbildungsberufe – als Text, Bild und Video.

3. „Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch“

„Ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Was muss ich beachten?“

Die App „Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch“ hilft bei der Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche. Die Jugendlichen erhalten Check-Listen zur Vorbereitung, typische Fragen aus der Praxis und können sich Termin-Erinnerungen einrichten. In den Videos zeigen Personal-Experten beispielsweise, was die eigene Körpersprache verrät und worauf man dabei achten sollte.

4. „Berufe.TV“

„Ich möchte mehr über manche Berufe erfahren. Am liebsten schaue ich Videos.“

In über 350 Filmen erzählen Azubis, Studenten und Personalleiter in der App „Berufe.TV“, was einen Beruf interessant macht und die Jugendlichen erwartet. Die App ermöglicht die Suche nach freien Ausbildungsplätzen und Hochschulen und erklärt mehr als 25 Berufs- und Studienfelder. Schülerinnen und Schüler können sich die Filme sogar herunterladen und offline anschauen – zum Teil auch auf Englisch.

Die Apps gibt es sowohl im „Google Play Store“ als auch im „Apple App Store“.


Mittwoch, 3. Juni 2020

Hoffnungsvolle Entwicklung bei Kurzarbeit-Anzeigen

CELLE.  Die derzeit eingehenden Anzeigen auf Kurzarbeit, die bei der „Agentur für Arbeit Celle und Hermannsburg aufgrund der aktuellen Lage eingehen, lassen hoffen.
Die Corona-Krise beeinflusst das Leben und den Alltag enorm. Welche Folgen das auf den Arbeitsmarkt hat, zeigt in Ansätzen der aktuelle Arbeitsmarktbericht.

Mit Stand 27. Mai 2020 sind im Agentur-Bezirk 164 (Vormonat: 2.452) Anzeige zur Kurzarbeit eingegangen. In diesen vorläufig geprüften Anzeigen wurden 2.016 Personen benannt, insgesamt sind damit 40.115 Personen für den aktuellen Berichtsmonat in Kurzarbeit angemeldet. Genauere Informationen zu den Anzeigen werden erst vorliegen, wenn diese tatsächlich abgerechnet werden.

Das Kurzarbeitergeld und das Arbeitslosengeld sind Pflichtleistungen. Wer einen Anspruch begründet, erhält diese Leistung. Derzeit sind die „Agenturen für Arbeit“ und die „Jobcenter“ für das Publikum geschlossen, um vor Ansteckung zu schützen. Die Mitarbeitenden sind jedoch weiter bei der Arbeit und sichern die Leistungs-Auszahlung und sorgen dafür, dass jeder, der in diesen Zeiten Hilfe braucht, diese auch schnell erhält.

Die Beratungs-Hotline für alle Arbeitgeber im Bereich der „Agenturen für Arbeit Celle“ und deren Geschäftsstelle Hermannsburg lautet Tel. (05141) 961-888.

Die „Bundesagentur für Arbeit“ bittet Arbeitgeber, verstärkt ihre Online-Angebote zu nutzen. Sowohl die Anzeige als auch die Beantragung von Kurzarbeitergeld können schnell, sicher und jederzeit online erfolgen. Dieses Schritt-für-Schritt-Video ist für jeden Antragstellenden ein Hilfe-Angebot: „YouTube“.
Im „Google Play-Store“ und im „Apple App-Store“ finden Sie Apps zur Abrechnung der Kurzarbeit. Eine weitere Hilfe ist die Homepage www.kurzarbeit-einfach.de.

Informationen zum Thema Kurzarbeit und zu den neuen Regelungen finden Arbeitgeber auch auf den Internet-Seiten der „Bundesagentur für Arbeit“.


Dienstag, 2. Juni 2020

Region Celle:
Arbeitslosigkeit steigt krisenbedingt an

CELLE / LANDKREIS CELLE.  Bei den „Arbeitsagenturen“ und „Jobcentern“ im Bezirk der „Agentur für Arbeit Celle“ waren im Mai 11.042 Erwerbslose gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm zum April um 515 Personen, 5,4 Prozent zu. Im Vergleich zum Mai des vergangenen Jahres zeigte sich ein Zugang um 1.934 Personen, der Vorjahreswert wurde um 21,2 Prozent überschritten. Die Arbeitslosenquote im „Arbeitsagentur“-Bezirk stieg um 0,2 Prozent auf 6,5 Prozent nach 6,3 Prozent im April, vor einem Jahr betrug die Quote 5,4 Prozent.

Der Geschäftsführer Operativ der „Agentur für Arbeit Celle“, Andreas Geier, kommentiert die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Agentur-Bezirk im Mai: „Die Arbeitslosigkeit ist moderat angestiegen und die Corona-Pandemie wirkt sich auf den Celler Arbeitsmarkt aus. Der Bestand an Arbeitslosen ist von April auf Mai entgegen der sonst üblichen saisonalen Entwicklung gestiegen.“ Die derzeitigen Lockerungen im Rahmen der Corona-Pandemie sorgen auch am Ausbildungsmarkt für mehr Aktivitäten: „Wir haben ein breit gefächertes Angebot von Ausbildungsstellen, Jugendliche können und sollten aktiv auf Betriebe zugehen und Chancen für den Start ihrer Ausbildung im Herbst 2020 nutzen. Ein Blick in die Jobbörse und ein Telefonberatungstermin bei der Berufsberatung bringen weiter.“ ergänzte er. „Ausbildungsbetriebe können jetzt junge Leute gewinnen, an ihre Betriebe binden und heute die Fachkräfte von morgen ausbilden. Kurzfristige Unterstützung bei Fragen rund um den Ausbildungsstart erhalten Ausbilder durch den Arbeitgeber-Service unter Tel. 0800-4555520..

Regionale Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Landkreis Celle

  • Arbeitslosenzahl:  6.245
  • Arbeitslosenquote (Vorjahreswert):  6,7 Prozent (5,8 Prozent)
  • Veränderung zum Vormonat:  plus 359 / plus 6,1 Prozent
  • Stellenzugang (zum Vorjahresmonat):  214 (minus 30,5 Prozent)
  • Veränderung zum Vorjahresmonat:  plus 936 / plus 17,6 Prozent
  • Stellenbestand (zum Vorjahresmonat):  1.546 (minus 18,5 Prozent)

Im Mai waren in Stadt und Landkreis Celle 6.245 Arbeitslose gemeldet und damit 359 Personen (6,1 Prozent) mehr als im Vormonat. Der Vergleich zum Vorjahr zeigte einen Zugang um 936 Personen (17,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote 5,8 Prozent.

Von der „Agentur für Arbeit Celle“ wurden 2.390 arbeitslose Personen betreut. Im Vergleich zum April stieg die Zahl der Arbeitslosen um 136 Personen (6,0 Prozent) und verglichen mit Mai vergangenen Jahres stieg sie um 691 Personen (40,7 Prozent). Beim Jobcenter im Landkreis Celle waren 3.855 Arbeitslose gemeldet und damit 223 Personen (6,1 Prozent) mehr als vor einem Monat und 245 Personen (6,8 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.

734 jüngere Frauen und Männer unter 25 Jahren waren im Mai arbeitslos gemeldet, 54 Personen (7,9 Prozent) mehr als vor einem Monat. Verglichen mit Mai 2019 stieg die Arbeitslosenzahl bei dieser Personengruppe um 210 Personen (40,1 Prozent).

1.026 Arbeitslosmeldungen erfolgten im Mai, 343 so genannte Zugänge (25,1 Prozent) weniger als im April und 506 Zugänge (33,0 Prozent) weniger als im Mai des vergangenen Jahres. Im Gegenzug wurden 672 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit verzeichnet, 124 Abgänge (15,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 671 Abgänge (50,0 Prozent) weniger als im Mai 2019.

Arbeitsuchende im Kontext von Fluchtmigration

Erfasst werden alle Geflüchteten, die sich um Arbeit oder Ausbildung bemühen, arbeitslos gemeldet oder beispielsweise in Integrationskursen oder Qualifizierungsmaßnahmen, als arbeitsuchend geführt sind.

Bei den „Agenturen für Arbeit“ in Celle und Hermannsburg sowie beim „Jobcenter im Landkreis Celle“ waren im Mai 1.240 Geflüchtete gemeldet.

Stellenmarkt

Im Mai wurden 214 Arbeitsangebote im Landkreis Celle neu aufgenommen, 64 Stellen (42,7 Prozent) mehr als im April. Der Vergleich zum Mai des Vorjahres zeigte ein Minus von 94 Stellenangeboten (30,5 Prozent). Insgesamt waren 1.546 freie Stellen in Stadt und Landkreis Celle im Bestand der „Jobbörse“ der „Bundesagentur für Arbeit“, damit sank die Zahl zu April um 37 Stellen (2,3 Prozent) und verglichen mit dem Vorjahresmonat sank sie um 69 Stellen (10,6 Prozent).

Unterbeschäftigung

Die „Agentur für Arbeit“ veröffentlicht ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl auch Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber z. B. im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Die Unterbeschäftigung im Landkreis Celle betraf nach vorläufigen Angaben im April 7.933 Personen.

Geändert:  06 / 2020