„Celler Scene“

Wissen, was los ist ...

BUCHBESPRECHUNGEN
im Jahr 2006

(Abb.: N. N.)


 Rezensionen von Martin Banger 


„Albert Hofmann und die Entdeckung des LSD“
von Mathias Broeckers und Roger Liggenstorfer

Über zwei Jahrtausende lang war das Heiligtum von Eleusis der wichtigste Tempel der abendlĂ€ndischen SpiritualitĂ€t und Religion. Im Zentrum des Rituals stand die Einnahme eines heiligen Tranks, der bei den Initianden außergewöhnliche mystische Erfahrungen auslöste. Solche Erfahrungen wurden erst seit 1943 systematisch erforscht, als der Chemiker Albert Hofmann die stĂ€rkste bewusstseinsverĂ€ndernde Substanz ĂŒberhaupt – das LSD – entdeckte. Es war der Stoff, der die Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts so stark beeinflusst hat wie kaum eine andere Substanz. Am 11. Januar 2006 feierte Dr. Albert Hofmann seinen 100. Geburtstag. Zu diesem Anlass versammelt dieses Buch seine wichtigsten Texte und VortrĂ€ge aus den letzten beiden Jahrzehnten sowie BeitrĂ€ge weiterer Forscher und Wegbegleiter.

Mathias Broeckers / Roger Liggenstorfer:
Albert Hofmann und die Entdeckung des LSD.
AT Verlag, 150 Seiten, 23,90 €.


„Alk“
von Simon Borowiak

Fast ein medizinisches Sachbuch

Simon Borowiak schrieb bisher unter dem Pseudonym Simone Borowiak BĂŒcher wie „Frau Rettich, die Czerni und ich“ oder „Pawlow's Kinder“ und veröffentlichte jetzt unter dem Pseudonym Simon Borowiak seine Er- und Bekenntnisse zum Thema Alkohol. „Alk“ ist das Buch fĂŒr alle, die schon mal einen heben und fĂŒr alle, die schon einen zu viel gehoben haben. Und fĂŒr alle, die sich damit rumĂ€rgern mĂŒssen. Kurz: das Buch fĂŒr Genusstrinker, Profi-Trinker, Ärzte, Therapeuten, Winzer, Angehörige, MinderjĂ€hrige, GetrĂ€nke-Lieferanten ... WĂ€hrend einer Entwöhnungs-Therapie las sich der Autor durch die Alkoholismus-Literatur und kam zu dem Schluss: FachbĂŒcher sind zu fachlich, die BĂŒcher von Betroffenen zu betroffen und BĂŒcher von Nicht-Betroffenen zu anmaßend. Also beschloss er, das ultimative „Alk“-Buch zu schreiben, ein Fachbuch von einem Betroffenen ohne Betroffenheit. Wer meint, die Sache betreffe oder interessiere ihn nicht, verpasst den geistreichsten und witzigsten AufklĂ€rer zum Thema „Alk“.

Simon Borowiak: Alk.
Eichborn, 175 Seiten, 14,90 €.


„Bagdad Burning“
von Riverbend

Trotz massiver Medien-Manipulation, embedded Journalism und Nachrichtensperren konnte nicht verhindert werden, dass authentische Informationen aus allen Teilen des Irak nach außen dringen. Internet-Blogs sind zu einem Nachrichtenmedium geworden, das sich bisher nur schwer unterdrĂŒcken lasst. Zu den bekanntesten irakischen Blogs gehören „Salam Pax“, der „Iraqi Resistance Report“ und die Seite einer jungen Iraki, die sich Riverbend nennt: „Bagdad Burning“.

Obwohl Riverbend wenig von sich preisgibt, wird klar, dass sie gebildet ist und aus einer weltoffenen Familie stammt. FĂŒr sie ist es kein Widerspruch, amerikanische Pop-Kultur zu konsumieren und gleichzeitig die islamfeindliche Außenpolitik der USA entschieden abzulehnen. Sie verfolgt die Nachrichten von CNN und BBC genauso wie die arabischer Medien und scheut sich nicht, Mitglieder der irakischen Übergangsregierung als „Marionetten“ zu bezeichnen. Riverbend beschreibt die MĂŒhen des Kriegsalltags, mit nur wenigen Stunden Strom am Tag, unregelmĂ€ĂŸig verfĂŒgbarem Wasser und der fast schon alltĂ€glichen Angst vor Hausdurchsuchungen und EntfĂŒhrungen von Verwandten. Ihre Schilderungen schließen UrlaubserzĂ€hlungen ebenso mit ein wie Kochrezepte oder Gedanken ĂŒber jĂŒngst gelesene BĂŒcher. Dieses Buch enthĂ€lt die Übersetzungen aller EintrĂ€ge zwischen August 2003 und September 2004: ein Einblick in den Irak-Krieg, wie er westlichen Journalisten nicht möglich ist.

Riverbend: Bagdad Burning.
Residenz Verlag, 376 Seiten, 22,90 €.


„Blutige Steine“
von Donna Leon

Commissario Brunetti's 14. Fall

An einem kalten Winterabend auf dem Weihnachtsmarkt am Campo Santo Stefano: auf dem belebten Platz duftet es nach SpezialitĂ€ten, Schwarzafrikaner bieten auf ihren Decken ihre falschen Gucci-, Prada- und Missoni-Taschen an. In der friedlich-fröhlichen Vorweihnachts-Stimmung im Herzen Venedigs fallen die beiden Herren mit den ins Gesicht gezogenen Kopfbedeckungen, mit Schal und hochgeklapptem Kragen kaum jemandem auf. Mit fĂŒnf SchĂŒssen wird einer der fliegenden HĂ€ndler auf offener Straße ermordet. Bei den Ermittlungen scheint niemand besonderes Interesse am Tod eines Illegalen zu entwickeln. Man vermutet einen Streit unter Immigranten. Nur Commissario Brunetti ahnt, dass der Fall mit Ereignissen in Verbindung steht, die weit ĂŒber Venedig hinausreichen. Als man ihm das Ermitteln von höchster Stelle aus verbieten will, ist sein Interesse ganz geweckt ...

Donna Leon: Blutige Steine.
Diogenes, 365 Seiten, 19,90 €.


„Das große Buch vom Fisch“

Dieser Band der „Teubner-Edition“ war lange Zeit vergriffen und erscheint jetzt in neuer, edel gestalteter Aufmachung. Die ausfĂŒhrliche Warenkunde gibt einen umfassenden Überblick ĂŒber die wichtigsten Speisefische aus aller Welt: von Meerwasserfischen wie Rotbarsch und Scholle ĂŒber Seezunge und Dornhai bis hin zu SĂŒĂŸwasserfischen wie Karpfen und TrĂŒsche. Im Kapitel „KĂŒchenpraxis“ geht es um die fachgerechte Behandlung und Verarbeitung von Fisch. Alle Arbeitsschritte werden detailgenau in Text und Bild erklĂ€rt: vom Schuppen ĂŒbers Ausnehmen und Filetieren bis hin zum richtigen Vorlegen bei Tisch. Dazu gibt es einen Überblick ĂŒber die relevanten Fisch-GerĂ€tschaften. Im Rezeptteil werden alle Zubereitungsarten fĂŒr frischen Fisch vorgestellt: von Klassikern wie Wolfsbarsch in Salzkruste ĂŒber Terrine von Edelfischen und Graved Lachs bis hin zu neuen Kreationen wie Sauerbraten vom Seeteufel. Zu allen Klassikern werden Varianten sowie Tipps und Tricks aus der Profi-FischkĂŒche geboten. Zudem sind viele Informationen zu Fischzucht und Fischfang enthalten.

Das große Buch vom Fisch.
Teubner, 320 Seiten, 69,90 €.


„Das Koranlesebuch“
von Hartmut Bobzin

Der Koran ist kein Buch, das sich Außenstehenden leicht erschließt. Dennoch ist seine Kenntnis angesichts einer wachsenden Zahl muslimischer BĂŒrger in unserem Lande von großer Bedeutung. Der Islam-Wissenschaftler Hartmut Bobzin ĂŒbersetzt und kommentiert wichtige Textstellen aus dem Koran. Dieser Überblick erleichtert dem Leser den Zugang zu einem der wichtigsten und einflussreichsten BĂŒcher der Menschheit. Nicht nur das religiöse Leben der Muslime basiert auf dem Koran, auch islamisches Recht und Lebenspraxis sind tief im Koran verwurzelt. DarĂŒber hinaus findet sich im Koran Geschichten, die zum gemeinsamen Bestand der jĂŒdisch-christlich-islamischen Überlieferung gehören. Alle Texte wurden vom Herausgeber neu ĂŒbersetzt und mit fundierten Kommentaren versehen.

Hartmut Bobzin: Das Koranlesebuch.
Herder, 224 Seiten, 9,90 €.


„Das kunstseidene MĂ€dchen“
von Irmgard Keun

Doris ist SekretĂ€rin bei einem zudringlichen Rechtsanwalt. Statt tagein, tagaus Briefe zu tippen, beschließt sie, ein Star zu werden. Die große Welt – das ist fĂŒr die 18-jĂ€hrige Doris Berlin. Dort stĂŒrzt sie sich in das Leben der Bars, Tanzhallen und Literaten-CafĂ©s. Ihre AffĂ€ren mit MĂ€nnern aus besseren Kreisen sind kurzlebig, die ertrĂ€umte Filmkarriere bleibt Illusion. Doch Doris weiß sich zu trösten ... Der Roman war bei seiner Erstveröffentlichung 1932 ein Sensationserfolg. Ein Jahr spĂ€ter wurden Irmgard Keun's BĂŒcher von den Nationalsozialisten verboten, die Autorin ging ins Exil uns konnte spĂ€ter nicht mehr an ihre Erfolge anknĂŒpfen. Die KĂŒnstlerin Gerda Raidt illustrierte diese Ausgabe mit digital bearbeiteten Bleistift-Zeichnungen, wodurch die AtmosphĂ€re des Romans und die der damaligen Zeit in besonderer Weise zur Wirkung kommt.

Irmgard Keun: Das kunstseidene MĂ€dchen.
Edition BĂŒchergilde, 202 Seiten, 24,90 €.


„Das schwarze Blut“
von Jean-Christophe Grangé

Marc Dupeyrat ist Journalist, mit einer Vorliebe fĂŒr das Thema Mord. Sein neuester Fall ist die Geschichte eines Serienmörders, der in SĂŒdost-Asien mehrere junge Frauen umgebracht hat und nun in Malaysia auf sein Todesurteil wartet. Jacques Reverdi, ehemaliger Weltmeister im Free-Diving, verweigert jede Aussage – eine Herausforderung fĂŒr den Sensationsreporter Dupeyrat. Er bedient sich der IdentitĂ€t einer fiktiven, jungen Frau, die angeblich eine Magisterarbeit ĂŒber die Psychogramme von Mördern schreibt. Reverdi fĂ€ngt Feuer und lĂ€sst sich auf einen Briefkontakt ein. Er verliebt sich in Elisabeth und bittet um ein Foto, woraufhin Dupeyrat ihm das Bild einer Bekannten, des Fotomodells Kadidscha, schickt. Als er genug Material fĂŒr sein Buch zusammen hat, bricht er den Kontakt zu Reverdi ab. Doch Reverdi gelingt unerwartet die Flucht aus dem GefĂ€ngnis: Er kommt nach Paris und sucht Elisabeth / Kadidscha, deren Gesicht ĂŒberall in Paris auf Werbeplakaten zu sehen ist. Und fĂŒr Dupeyrat und Kadidscha beginnt ein Albtraum.

Jean-Christophe Grangé: Das schwarze Blut.
Ehrenwirth, 541 Seiten, 19,90 €.


„Das siamesische Dorf“
von Eva Demski

Einen dreiwöchigen Aufenthalt im Paradies – das verspricht das siamesische Dorf, eine Ferienanlage an der KĂŒste Thailands. Die Journalistin Kecki und der Photograph Max sollen ĂŒber den fernöstlichen Garten Eden berichten, doch statt dessen finden sie sich bald konfrontiert mit höchst befremdlichen Vorkommnissen. Der ungeklĂ€rte Tod zweier Frauen im Vorjahr wirft einen irritierenden Schatten auf die perfekt inszenierte Touristenidylle. Nichts ist, was es scheint – selbst die zwei Klöster in der NĂ€he des Dorfes sind SchauplĂ€tze eher unbuddhistischer Machenschaften. Ein zweites Dorf versteckt sich im Dschungel, ganz anders als das der Fremden und doch untrennbar mit diesem verbunden. Den beiden Reportern und Ermittlern wider Willen enthĂŒllt sich hinter den Wundern Asiens mehr und mehr ein bedrohliches Geflecht irdischer Interessen und Begehrlichkeiten.

Eva Demski: Das siamesische Dorf.
Suhrkamp 382 Seiten, €.


„Der Blick unter die Haut“
von Sherwin Nuland

Der Weg der Medizin von der Magie zur Wissenschaft – und zurĂŒck

Lange bevor die Ärzte ĂŒberhaupt so etwas wie VerstĂ€ndnis fĂŒr die menschliche Anatomie entwickelten, war die Welt voll von GerĂŒchten ĂŒber das, was da unter den Haut-, Fett-, und Faserschichten vor sich ging und menschlichem Forscherblick verborgen blieb. Jedes Organ war Gegenstand des Aberglaubens, umrankt von phantastische Geschichten und wahren Erkenntnissen. Mit jedem Jahrhundert kam neues Wissen hinzu. Als Chirurg und Medizin-Historiker kennt Sherwin Nuland die menschlichen Organe wie kaum ein anderer. Er lenkt seinen Blick tief unter die Haut und beleuchtet den Körper auf ungewöhnliche Weise von den mythischen AnfĂ€ngen bis zur Moderne. Eine Mischung aus Medizingeschichte, Folklore und Kuriosa mit einer FĂŒlle von lebendigem Detailwissen und packenden Fallgeschichten.

Sherwin Nuland: Der Blick unter die Haut.
Heyne, 320 Seiten, 9,95 €.


„Der Kalenderblattmörder“
von Marek Krajewski

Breslau 1927: die Damen der Gesellschaft geben sich in ihren eleganten Wohnungen der Leidenschaft fĂŒr Musik hin und feiern nebenbei gern auch mal eine Orgie. In den Kneipen hocken verkommene Gestalten, in Hinterzimmern wird Kokain geschnupft, und der selbsternannte Prophet Aleksiej von Orloff verkĂŒndet in gutbesuchten VortrĂ€gen den Weltuntergang. Da werden in der Stadt mehrere grausame, akribisch geplante Morde verĂŒbt. Ein Musiker wird bei lebendigem Leibe eingemauert, ein Schlosser-Lehrling in StĂŒcke gehackt, ein Stadtrat mit einer Klaviersaite an einem Fuß am Kronleuchter aufgehĂ€ngt und erstochen. Bei jedem der Opfer findet man ein abgerissenes Kalenderblatt.

Marek Krajewski: Der Kalenderblattmörder.
DTV, 340 Seiten, 14,50 €.


„Der letzte Fado“
von Francisco José Viegas

Als die Leiche von JoĂŁo Alves Lopes gefunden wird, stellen sich viele Fragen: Waren es politische GrĂŒnde, aus denen der ehemalige Kommunist und Sohn eines Ministers sterben musste? Eine Spur fĂŒhrt Inspektor Jaime Ramos sowohl nach Kuba als auch nach Mexiko. Als sein Freund Filipe Castanheira sich unterdessen in Porto mit dem Fall befasst, fĂ€llt ihm das Foto einer Frau in die HĂ€nde, mit der der Tote die letzten Stunden seines Lebens verbrachte und die seither spurlos verschwunden ist. Francisco JosĂ© Viegas gehört zu den beliebtesten Krimi-Autoren Portugals. Seine Leser schĂ€tzen nicht nur die fesselnden Handlungen, sondern auch die lebendigen Einblicke in ein Portugal, das man als Reisender kaum jemals entdecken wird.

Francisco José Viegas: Der letzte Fado.
BLT, 347 Seiten, 8,95 €.


„Der Nobelpreis“
von Andreas Eschbach

Als ein Flugzeug der „Scandinavian Airline“ auf dem Flughafen von Milano mit einem Business-Jet kollidiert, finden alle Passagiere den Tod. Mit an Bord waren drei Mitglieder des Gremiums, das den Nobelpreis in Medizin vergibt.Kurz vor der Abstimmung erhĂ€lt Professor Hans-Olof Andersson, ebenfalls Mitglied der „Nobel-Versammlung“, Besuch von einem Unbekannten, der ihm viel Geld bietet, damit er eine bestimmte Kandidatin wĂ€hlt, die fĂŒr den Schweizer Pharma-Konzern „RĂŒtlipharm“ arbeitet. Er lehnt das Angebot entrĂŒstet ab. Doch bald darauf entfĂŒhren die Unbekannten Andersson's 14-jĂ€hrige Tochter Kristina und erpressen ihn, die gewĂŒnschte Stimme abzugeben. Als Andersson sich dem Willen der Unbekannten beugt, merkt er schnell, dass er Teil einer viel grĂ¶ĂŸeren Verschwörung ist und dass offenbar zahlreiche andere Komitee-Mitglieder auf der Soldliste seiner Erpresser stehen. In seiner Not wendet er sich an seinen wegen Einbruchs vorbestraften Schwager Gunnar Forsberg.

Andreas Eschbach: Der Nobelpreis.
LĂŒbbe, 22,90 €.


„Desserts – Kochkurs fĂŒr Genießer“

Das passende Dessert zum besonderen MenĂŒ kann mitunter die grĂ¶ĂŸere Herausforderung an den Hobby-Koch darstellen als der Hauptgang selbst. Eine raffinierte Mousse oder ein exotisches Sorbet lassen sich nicht eben so nebenbei anfertigen; wer es mit Petit Fours oder gar Schokoladen-Ravioli versuchen möchte, gerĂ€t schnell an die Grenzen seiner Kochkunst und seiner KĂŒchen-Ausstattung. Dieser Kochkurs aus dem Hause „Teubner“ zeigt genau, wieÂŽs geht. Drei Profi-Köche stellen 70 erstklassige Dessert-Rezepte detailliert in Bild und Text vor, geben Empfehlungen zu GerĂ€ten und KĂŒchenausstattung und verraten auch spezielle Tricks. Wer weiß schon, dass CrĂšme-BrĂ»lĂ©e am besten mit einer Lötlampe aus dem Baumarkt gelingt? Dank der professionellen Anleitungen lĂ€sst sich die große Kunst der Patisserie meistern. Wie wĂ€re es also beim nĂ€chsten Festessen mit gelierter Rotweinbirne im Ricotta-Mantel auf Johannisbeeer-Coulis?

Desserts – Kochkurs fĂŒr Genießer.
Teubner, 216 Seiten, 39,90 €.


„Die Biene und der Kurt“
von Robert Seethaler

16-jĂ€hrig, pummelig, klein, eigenwillig, BrillenglĂ€ser so dick wie Bierkrugböden mit riesig vergrĂ¶ĂŸerten braunen Augen – das ist Biene Kravcek. Biene lebt im MĂ€dchenwohnheim. Eines Tages flĂŒchtet Biene, entkommt knapp ihren Verfolgern und fĂ€hrt im Zugbistro der Freiheit entgegen. An einem verlassenen Dorfbahnhof steigt sie aus und trifft auf den dicklichen, kettenrauchenden und versoffenen SchlagersĂ€nger und Keyboard_nterpreten Kurt ‚Heartbreakin‘ Dvorcak. Gemeinsam touren Biene und Kurt im scheppernden aber glitzernden „Heartbreakin'-Mobil“ durch die Provinz, spielen in WirtshĂ€usern und Altenheimen, treffen auf pralle Frauen, gewaltige Bauern, tanzende Polizisten, Wirtinnen in roten Overalls, auf ĂŒber tausend TruthahnkĂŒken und erleben einige recht bemerkenswerte Abenteuer. Langsam entwickelt sich zwischen Biene und Kurt eine seltsame aber tiefe Liebe, die, als die beiden eine Chance vor großem Publikum bekommen, auf eine harte Probe gestellt wird.

Robert Seethaler: Die Biene und der Kurt.
Kein & Aber, 287 Seiten, 18,90 €.


„Die Farbe Blau“
von Jörg Kastner

Im Jahr 1669 herrscht große große Aufregung in Amsterdam, weil zwei angesehene BĂŒrger bestialische Morde begangen haben. In beiden FĂ€llen war ein GemĂ€lde im Spiel – ein zunĂ€chst harmlos erscheinendes Familienbild, in Rembrandt's Stil, nur von einem intensiven Blau dominiert. Als das ‚Todesbild‘ auf rĂ€tselhafte Weise verschwindet, nimmt sich Cornelis Suythof, ein junger Maler und großer Bewunderer des Meisters vor, dem RĂ€tsel auf die Spur zu kommen – immerhin war einer der vermeintlichen Mörder sein bester Freund.

Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzÀhlen, zeichnen auch diesen Roman von Jörg Kastner aus.

Jörg Kastner: Die Farbe Blau.
Knaur, Taschenbuch 8,95 Euro, Hardcover 19,90 €.


„Die Gottes-Macher“
von Michael Baigent

Michael Baigent beschĂ€ftigte sich bereits in den Bestsellern „Als die Kirche Gott verriet“ und „Der heilige Gral und seine Erben“ mit der Geschichte Jesu und des Christentums. Die zentrale These seiner Arbeiten lautet: Jesus war nicht Gottes Sohn, er starb nicht am Kreuz, war mit Maria Magdalena verheiratet und hatte Nachkommen. Das Wissen um die wahre Geschichte Jesu wĂŒrde, obwohl von der Kirche unterdrĂŒckt, in gewissen Kreisen von Generation zu Generation weitergegeben. Baigent hat mit seinen BĂŒchern internationales Aufsehen erregt, wird aber von der wissenschaftlichen Bibel-Forschung nicht ernst genommen. Auch der Bestseller „Sakrileg“ von Dan Brown orientiert sich nachweislich an den Thesen Baigents. Die „Gottes-Macher“ liest sich spannender als mancher Krimi, da der Autor es versteht, historische ZusammenhĂ€nge lebendig darzustellen und dennoch offenlegt, wo seine Argumentationskette eher spekulativ ist.

Michael Baigent: Die Gottes-Macher.
LĂŒbbe, 380 Seiten, 19,90 €.


„Die Heimkehr“
von Bernhard Schlink

Peter Debauer verbringt als Kind die Ferien bei den Großeltern in der Schweiz. An den Abenden sitzt er mit ihnen am Tisch und liest, wĂ€hrend sie die Heftchen-Romane edieren und korrigieren, mit denen sie ihr Geld verdienen. Da Papier in den 50er Jahren teuer ist, bekommt er die Korrekturbögen als Sudelpapier – mit dem Verbot, die RĂŒckseiten zu lesen. Eines Tages tut er es doch und liest von der Irrfahrt und Heimkehr eines deutschen Soldaten aus Sibirien, seiner Suche nach seiner Frau. Als der Soldat schließlich die Stadt, das Haus, die Wohnung findet und seine Frau die TĂŒr aufmacht, steht ein anderer Mann neben ihr und sie trĂ€gt dessen Kind im Arm. Peter Debauer erfĂ€hrt nicht, was dann passiert. Er hat die Korrekturbögen mit dem Ende des Romans schon beschrieben und weggeworfen. Aus der Suche nach dem Ende der Geschichte wird die Suche nach deren Autor. Nach einem Mann, der immer wieder verstanden hat, seine Spuren zu verwischen und unter verschiedenen IdentitĂ€ten gelebt hat.

Bernhard Schlink: Die Heimkehr.
Diogenes, 384 Seiten, 19,90 €.


„Dunkler Seele Zauberbann“
von Katja Behling

Das Leben Sigmund Freuds ist die Geschichte eines jĂŒdischen Jungen aus kleinen VerhĂ€ltnissen, der es gerade wegen seines Ehrgeizes schwer hatte. Der revolutionĂ€rere Forscher, der mit Leidenschaft, Tiefblick und Ernsthaftigkeit nach wissenschaftlichen Erkenntnissen strebte, alles anders machte und einer Epoche seinen Stempel aufdrĂŒckte, blieb privat immer ein konventioneller Mann. Der Beruf des Arztes faszinierte ihn weit weniger als Literatur und Altertumskunde. Freud brĂŒskierte Kollegen, therapierte Salondamen, verlor Freunde und fand AnhĂ€nger. ·Katja Behling· zeigt in ihrer spannenden Freud-Biographie, dass die Psychoanalyse das fast zwangslĂ€ufige Produkt einer einzigartigen Konstellation war. Einer Konstellation, in der Freud's Familiensituation, sein Judentum, die Welt des Wiener „Fin de SiĂšcle“ und seine selbstsichere und zugleich oppositionelle Persönlichkeit die wichtigsten Eckpunkte bildeten.

Katja Behling: Dunkler Seele Zauberbann.
Styria, 304 Seiten, 24,90 €.


„Ein Mörder in unserer Stadt“
von Sheila Quigley

Eine junge Frau ist in der Nacht auf dem Heimweg durch die kleine Stadt Houghton-le-Spring. Ihre hohen AbsĂ€tze klappern laut auf dem Pflaster. Sie glaubt, ganz allein zu sein, und zu Hause wartet ihr kleiner Sohn. Aber als er am Morgen erwacht, ist sein Mutter tot, denn die Straßen waren keineswegs so verlassen, wie sie dachte ... Drei Frauen sterben in kĂŒrzester Zeit, und wĂ€hrend sich die kleine Stadt auf das große Oktoberfest vorbereitet, ist Detective Inspector Lorraine Hunt auf der Suche nach dem Mörder. Ihre Kollegen sind ĂŒberzeugt, dass der TĂ€ter am ehesten unter den Leuten vom Rummelplatz zu suchen sei. Wer traut schon dem fahrenden Volk? Oder ist es vielleicht einer der vielen Arbeitslosen, die von Sozialhilfe leben?

Sheila Quigley: Ein Mörder in unserer Stadt.
DTV, 340 Seiten, 14,50 €.


„Eine Japanerin in Florenz“
von Magdalena Nabb

Die junge Japanerin Akiko verließ ihre Heimat und ihre Familie, weil sie in Florenz das Handwerk der Schuhmacherei erlernen wollte. Auf ihr erstes Paar selbstgefertigter Schuhe war sie so stolz, dass sie es immerzu trug, auch am Tag ihres Todes. Guarnaccia, der in Florenz stationierte Sizilianer, verfolgt den Fall in einer Stadt, die er kennt wie seine Hosentasche, und befragt ihre Bewohner, deren Charaktere und Intrigen er noch weit besser kennt. Als wĂ€hrend der Ermittlungen Esposito, einer seiner MĂ€nner, verschwindet, wird der Fall immer verworrener. Bald stellt sich heraus, dass Esposito die junge Frau heiraten wollte und sie ihn abgewiesen hat. Doch auch die Szene der Florentiner Schumacher hĂŒllt sich in Schweigen.

Magdalena Nabb: Eine Japanerin in Florenz.
Diogenes, 342 Seiten, 19,90 €.


„Falsch ist richtig“
von Theodor Ickler

Leitfaden durch die AbgrĂŒnde der Schlechtschreibreform

Verloren im Labyrinth der Rechtschreibreform? Ist die Braut nun frisch gebacken oder vielleicht doch nur das Brot im Ofen? DĂŒrfen sich nur noch MĂ€nner mit Schnauzbart „schnĂ€uzen“? Und wie trennt man eigentlich „Frust-ration“? Im Chaos der Rechtschreibreform kennt sich kaum noch jemand aus, und ein Ende der Reformiererei ist nicht in Sicht. Theodor Ickler, Professor fĂŒr Deutsch als Fremdsprache an der UniversitĂ€t Erlangen, ausgezeichnet mit dem „Deutschen Sprachpreis“, zeigt, welche grotesken Folgen die absurden Regeln der Reform fĂŒr die deutsche Sprache haben. Als Kenner der HintergrĂŒnde verrĂ€t er auch, wie es so weit kommen konnte: Nicht der Reformbedarf der Sprache war entscheidend, sondern die Politik. VerbĂ€nde, ParteienklĂŒngel, Wirtschafts-Interessen: Wer hat an der Reform verdient, wer wollte sich profilieren? Ickler nennt Namen und ZusammenhĂ€nge.

Theodor Ickler: Falsch ist richtig.
Droemer, 272 Seiten, 14,90 €.


„Königreich der Angst“
von Hunter S. Thompson

In seinen jetzt auch auch auf Deutsch vorliegenden Memoiren lĂ€sst Hunter S. Thompson noch einmal sein turbulentes Leben Revue passieren. Von seinen AnfĂ€ngen als aufsĂ€ssiger Jugendlicher in Louisville ĂŒber unzĂ€hlige Exzesse bis hin zu seinen legendĂ€ren politischen AktivitĂ€ten ist „Königreich der Angst“ nicht zuletzt eine gnadenlose Abrechnung mit der gegenwĂ€rtigen amerikanischen Administration. Thompson begann seine Laufbahn als Sport-Journalist, bevor er Reporter fĂŒr den Rolling Stone und als BegrĂŒnder des Gonzo-Journalismus zu einer Ikone der Hippiebewegung wurde. Sein bekanntestes Buch, „Fear and Loathing in Las Vegas“, wurde mit Johnny Depp und Benicio del Toro verfilmt. Im Februar 2005 tötete sich Hunter S. Thompson mit einem Kopfschuss. Seinen Selbstmord soll er lange geplant und oft angekĂŒndigt haben. Nach Aussage seines Sohnes habe er nicht aus Verzweiflung gehandelt, sondern zum richtigen Zeitpunkt abtreten wollen.

Hunter S. Thompson: Königreich der Angst.
Heyne, 480 Seiten, 9,95 €.


„Let the good Times roll“
von Horst Fascher

Der „Star-Club“-GrĂŒnder erzĂ€hlt

Mit der Eröffnung des „Star-Club“ am 13. April 1962 auf der Hamburger Reeperbahn begann eine der wichtigsten Epochen der Pop-Geschichte. Hier traten die Beatles, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis, Bill Haley, Little Richard, Ray Charles, Cream, Small Faces und viele mehr auf. Die Superstars der damaligen Rock-Szene gaben sich auf St. Pauli die Klinke in die Hand. Der Mann, der dies möglich machte, war Horst Fascher. Wie kaum ein anderer in Deutschland ist er den einstigen Superstars nahegekommen, wie kaum ein anderer hat er die Kultur- und Pop-Geschichte in einem einzigen Leben vereint: FlĂŒchtlingskind, Halbstarker, Weltklasse-Boxer, Beatles-Wegbereiter, „Star-Club“-Erfinder, StrĂ€fling, Vietnam-Freiwilliger, Musik-Promoter, Selfmademan, Fußball-Manager und Chronist einer Ära, die so noch nicht erzĂ€hlt wurde. Schonungslos offen und ohne AllĂŒren berichtet Fascher vom exzessiven Leben hinter den Kulissen. Seine bizarren und zugleich anrĂŒhrenden Erinnerungen fĂŒhren den Leser zurĂŒck in jene wilden, goldenen Zeiten des Rock 'n' Roll.

Horst Fascher: Let the good Times roll.
Eichborn, 280 Seiten, 19,90 €.


„LĂŒgen im Weltraum“
von Gerhard Wisnewski

Von der Mondlandung zur Weltherrschaft

Wollen Weltraum-MĂ€chte wie die USA wirklich ferne Planeten erobern oder nicht doch ziemlich bekannte? Zum Beispiel die Erde. Vom ersten Flug in den Orbit ĂŒber den ersten Weltraumspaziergang bis hin zur Mondlandung gab es Ungereimtheiten bei der Eroberung des Weltalls. Sie fĂŒhren auf die Spur eines gewaltigen TĂ€uschungsmanövers: Unter dem Deckmantel der zivilen Raumfahrt werden MilitĂ€r-Apparate gemĂ€stet und heimlich Waffen stationiert. Ziel der Mobilmachung im All: die Weltherrschaft. Bestseller-Autor Gerhard Wisnewski hat sich ein Jahr lang durch „NASA“-Archive und -Pressemappen gekĂ€mpft, BĂŒcher und Untersuchungen gewĂ€lzt, Berechnungen angestellt und Experten konsultiert, um möglichen FĂ€lschungen auf die Spur zu kommen. Herausgekommen ist ein beĂ€ngstigend realistisches Szenario ĂŒber den Terror aus dem Orbit. Wisnewski's spannende Dokumentation lĂ€sst uns die Geschichte der bemannten Raumfahrt noch einmal miterleben – aus einer völlig neuen Perspektive, die mehr Sinn macht als alles, was bisher darĂŒber erzĂ€hlt wurde.

Gerhard Wisnewski: LĂŒgen im Weltraum.
Knaur, 400 Seiten, 12,95 €.


„Machtwahn“
von Albrecht MĂŒller

Ein Netzwerk mittelmĂ€ĂŸiger Eliten droht uns zu Grunde zu richten. Es sind dieselben, die uns seit Jahr und Tag einreden, dieses Land sei am Ende, damit sie ihr Ideal einer Wirtschaft ohne Regeln besser durchpeitschen können – dabei haben sie die ZustĂ€nde selbst verursacht, die sie so lauthals beklagen. Es sind die FĂŒhrungskrĂ€fte aus Politik und Publizistik, aus Wissenschaft und Wirtschaft, und sie tragen prominente Namen: Horst Köhler, Angela Merkel, Gerhard Schröder, Friedrich Merz, Josef Ackermann, die Bertelsmann-Stiftung, Roland Berger, Hans-Werner Sinn und viele andere. Noch einmal um einiges schĂ€rfer als in seinem Bestseller „Die ReformlĂŒge“ geht Albrecht MĂŒller in „Machtwahn“ zur Sache: Er benennt die Verantwortlichen, zeigt ihre Motive auf, belegt die Strategie, der sie folgen, und weist nach, wie sie ein Meinungskartell bilden, in dem einer den anderen stĂŒtzt.

Albrecht MĂŒller: Machtwahn.
Droemer, 368 Seiten, 19,90 €.


„Peking-Express“
von Harold Nebenzal

Peking 1931: Als Joseph Krasinski, ein amerikanischer Marine aus Chicago, seine Freundin Natalia gegen einen aufdringlichen japanischen Besatzungsmajor verteidigt, weiß er nicht, dass er sich einen mĂ€chtigen Todfeind macht. Aus dem geachteten Offizier wird ein GeĂ€chteter auf der Flucht - und der Spielball einer Intrige, die zur Schicksalsfrage eines ganzen Landes wird. Von nun an bewegt sich sein Leben zwischen Himmel und Hölle, und immer wieder muss er beweisen, dass seine Liebe und sein Überlebensinstinkt gegen einen mĂ€chtigen Feind bestehen können. In seinem neuen Roman gelingt es Harold Nebenzal die historischen Ereignisse um die Besetzung Chinas durch Japan gelungen zu darzustellen und mit einer spannenden Handlung zu verflechten.

Harold Nebenzal: Peking-Express.
Heyne, 320 Seiten, 8,95 €.


„Suppen – leicht und deftig, klassisch und trendy“
von Andreas Neubauer und Michael Wissing

Lange Zeit wurden Suppen in der modernen KĂŒche vernachlĂ€ssigt, zur Zeit sind sie wieder im Trend. Suppen sind nicht nur schmackhaft und bieten unendliche Variationsmöglichkeiten, sie sind, frisch zubereitet, auch vollwertig und gesund. Dieses Buch bietet die ganze Bandbreite an fantasievollen Suppen: von kalt bis warm, von pikant bis sĂŒĂŸ, fĂŒr den Alltag und fĂŒr GĂ€ste. Ob geeiste Paprikasuppe, Rucolaschaum mit RĂ€ucherlachs oder AnanassĂŒppchen mit Kokosschnee – alle Rezepte kommen mit wenigen Zutaten aus und sind leicht nachzukochen. Selbst wer bisher gewohnt war, eine TĂŒte aufzureißen und Heißwasser dazuzugeben, kommt mit diesen Anleitungen schnell zu vorzeigbaren Ergebnissen.

Andreas Neubauer / Michael Wissing:
Suppen – leicht und deftig, klassisch und trendy.
AT Verlag, 112 Seiten, 17,90 €.


„The Rolling Stones – In the Beginning“
von Bent Rej

Der dĂ€nische Fotograf Bent Rej gehörte 1965 und 1966 zum vertrauten Kreis von Freunden und Bekannten der Band und begleitete die Rolling Stones auf ihrer ersten großen Europa-Tour: „The Satisfaction Tour“. Diese einzigartige Sammlung von ĂŒber 300 bisher unveröffentlichten Fotos dokumentiert die legendĂ€re Europa-Tournee mit Konzerten in MĂŒnchen, Berlin, Wien und vielen andere StĂ€dten. Die Stones konnten zu der Zeit bereits erste Erfolge feiern, der weitere Verlauf ihrer Karriere war aber noch nicht abzusehen. Auf der BĂŒhne, backstage, privat und in der Öffentlichkeit – hier werden die jungen wilden Stones gezeigt, die das Leben in den 60ern Ă€ndern sollten.

Bent Rej: The Rolling Stones – In the Beginning.
Edition Olms, 320 Seiten, Großformat, 49,95 €.

GeÀndert:  10 / 2020